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Kreissportgericht verdonnert den Kreisligisten / Rückzug der 1. Herren vom Spielbetrieb 2009/2010

TSV Hamelspringe fühlt sich verschaukelt

Fußball (gö). Wut, Ärger und Enttäuschung haben sich bei der SG Beber-Rohrsen/Hamelspringe breitgemacht und führten fast dazu, dass die Ehrenamtlichen die Brocken hingeschmissen hätten. Der Zorn der Entrüstung zielt auf die Mitglieder des Sportgerichts sowie Spielausschusses des Kreisfußballverbandes Hameln-Pyrmont, der den Verein mit hohen Strafen belegt hat und die dazu führten, dass die Mannschaft TSV Hamelspringe zum letzten Punktspiel beim SV BW Salzhemmendorf nicht angetreten ist (NDZ berichtete).

Am 1. Juni 2008 war die Fußballwelt für Dirk Vogt als Torwart de

Was ist passiert? Die Vorkommnisse nach Spielschluss der Begegnung des TSV Hamelspringe gegen den SV Lachem am 30. April ((1:1), bei dem der Schiedsrichter unter anderem zwei Gästespielern die rote Karte zeigte, waren am 19. Mai Gegenstand einer Sportgerichtsverhandlung.

Dabei wurde der TSV Hamelspringe zu einer empfindlichen Geldstrafe verdonnert, „weil wir nicht ausreichend genug gekennzeichnete Ordner mit entsprechender Binde auf dem Platz hatten. Unsere acht offiziellen Ehrenamtlichen genügten dem Sportgericht nicht“, so Jörg Höbeling, Fußball-Abteilungsleiter des SV Germania Beber-Rohrsen.

Der TSV Hamelspringe hat das Urteil noch nicht schriftlich vorliegen, geht aber davon aus, dass die Strafe und die Gerichtskosten einen erheblichen dreistelligen Betrag ausmachen werden.

„Wir fühlen uns einfach unfair behandelt und verschaukelt und können die Verfahrensweise so nicht akzeptieren“, ergänzt Dirk Vogt, Abteilungsleiter des TSV Hamelspringe. So sei der Spieler Arslan Yirgit, der beim Sportgruß in die Menge gespuckt hatte, mit einer Spielsperre bis zum 19. Mai belegt worden. Sein Vereinskamerad Melik Öner, der einen Zuschauer einen Karatetritt in den Unterleib versetzt hatte, wurde bis zum 31. August dieses Jahres gesperrt. „Beide Strafen sind nach unserer Meinung viel zu gering ausgefallen“, so Höbeling. Vor allem sei die Sperre von Arslan Yirgit ein Witz. „Eine Sperre bis zum 19. Mai, wo an diesem Tage erst das Sportgericht tagt, ist ein Unding“, betonte Vogt. Beide Vereinsvertreter machten dem Sportgericht deutlich, dass sie bei diesem Urteilsspruch die 1. Herrenmannschaft aus der Kreisliga zurückziehen würden. Dies verweigerte die Fußballinstanz, weil dadurch das gesamte Tabellengefüge durcheinandergewirbelt worden wäre. Deshalb sollte das verweigerte Zurückziehen als ein Nichtantreten beim SV BW Salzhemmendorf am 24. Mai in die Wertung genommen werden.

„Im übrigen hätte ein Zurückziehen nur per Beschluss des Vorstandes des Kreisfußballverbandes Hameln-Pyrmont genehmigt werden können. Obendrein hätten wir auch unsere zweite Herrenmannschaft aus der 2. Kreisklasse zurückziehen müssen. Das wiederum wollten und konnten wir unseren Spielern zwei Spieltage vor Saisonende aus sportlichen Gründen nicht zumuten“, so Höbeling.

Im nächsten Spieljahr wird es beim TSV Hamelspringe keine 1. Herrenmannschaft als Absteiger aus der Kreisliga in die Leistungsklasse geben. Die bisherige 2. Herrenmannschaft wird als 1. Herren der SG Beber-Rohrsen/Hamelspringe am Spielbetrieb der 2. Kreisklasse teilnehmen.

Jürgen Hartmann (Eimbeckhausen), Spielleiter im Spielausschuss, äußerte sich auf NDZ-Nachfrage: „Ich war bei der Verhandlung nicht zugegen und warte genauso wie der Verein auf das schriftliche Urteil des Kreissportgerichts.“

Der Vorsitzende des Sportgerichts, Reinhard Feyer (Börry) war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen.



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