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Grasdorfer Einspruch gegen Abstieg hievt die Baron-Elf in die Kreisliga

TSV Gestorf steigt nun doch auf

Fußball (jab). Es gibt eine schlechte und eine gute Nachricht für den TSV Gestorf. Die schlechte: Die Sommerpause ist zwei Wochen kürzer, als gedacht. Grund dafür ist die gute Nachricht: Die Gestorfer steigen trotz der verpassten Staffelmeisterschaft in der 1. Kreisklasse 3 und des Scheiterns in der Relegation in die Kreisliga auf. Da dürfte die Saisonabschlussfeier am heutigen Sonnabend auf dem Gestorfer Sportplatz noch ein bisschen ausgelassener werden.

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Gestern teilte der Spielausschuss-Vorsitzende Dietmar de Haan (Lehrte) Gestorfs Trainer Peter Baron per E-Mail mit, dass der TSV künftig im Kreis-Oberhaus spielen darf. Baron sieht sein Team dafür gerüstet: „Wir werden nicht oben mitspielen, dafür ist die Mannschaft zu jung. Aber ich bin überzeugt, dass wir drin bleiben“, sagt er. Der Kader bleibt komplett zusammen, mit Kevin Goldschmidt von der SpVg Hüpede-Oerie steht ein Zugang fest. Mit „ein, zwei Spielern führe ich noch Gespräche – für die ist der Anreiz jetzt natürlich größer“, sagt Baron.

Aber warum darf der TSV nun überhaupt aufsteigen? Grund dafür ist ein Einspruch von Germania Grasdorf II. Die Grasdorfer Reserve ist in der abgelaufenen Saison Zwölfter in der 1. Kreisklasse 3 geworden. Mit den Drittletzten der beiden Parallelstaffeln – Isernhagen und Resse – spielten die Grasdorfer eine Relegation aus, um eventuelle zusätzliche Absteiger zu ermitteln für den Fall, dass zu viele Teams aus den Bezirksligen in den Kreis Hannover-Land absteigen.

Mit Ramlingen-Ehlershausen II, Altwarmbüchen und Kleefeld traf es drei Bezirksligisten, weil die Kreisligen eigentlich auf je 14 Teams verkleinert werden sollten, hätte es einen Überlauf gegeben – und dadurch zusätzliche Absteiger in den Kreisklassen.

Ein findiges Grasdorfer Vorstandsmitglied schaute aber ganz genau in der Ausschreibung des Kreises Hannover-Land und fand unter dem Punkt Abstieg folgenden Passus: „Steigen aus der Bezirksliga vier oder mehr Mannschaften in unseren Kreis ab, so ergeben sich in der Kreisliga und in den Kreisklassen ein bis drei zusätzliche Absteiger.“ Weil es aber nur drei Bezirksliga-Absteiger gibt, musste der Spielausschuss den Grasdorfern wohl oder übel recht geben – und hat die Kreisligen kurzerhand wieder aufgestockt. „Sonst hätten wir 16 Mannschaften in der 1. Kreisklasse und nur 14 in der Kreisliga gehabt – das wäre nicht das Wahre gewesen“, so de Haan. Die Verkleinerung der Kreisligen ist nun also vorerst vom Tisch. Die war wegen einer möglichen Fusion mit dem Fußballkreis Hannover-Stadt nötig gewesen, „aber die liegt ja ohnehin auf Eis“, so de Haan.

Den Gestorfern soll’s egal sein – die feiern heute Abend ihren Aufstieg.



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