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Der neue HF-Vorsitzende muss Aufbauarbeit an der Basis leisten / Kooperation mit Schulen angestrebt

Trotte: „Alle Kraft in die Jugendarbeit“

Handball (jab). „Quo vadis HF Springe“ – wohin führt der Weg der Springer Handballer? Für die Erste Herrenmannschaft scheint die Antwort klar: In die 2. Liga, da waren sich zumindest alle Redner bei der jüngsten Mitgliederversammlung einig. Doch während es beim wirtschaftlich mittlerweile ausgegliederten Drittliga-Team in den vergangenen dreieinhalb Jahren steil bergauf ging, wurde im Hauptverein Vieles versäumt. Der neue Vorstand um Springes ehemaligen Ortsbürgermeister Jürgen Trotte ist angetreten, um jetzt auch an der Basis Aufbauarbeit zu leisten.

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„Wir müssen alle Kraft in die Jugendarbeit legen“, sagte Trotte bei der Vorstellung der „Agenda 2013“ direkt nach seiner Wahl zum Vorsitzenden. Dass es derzeit keine A-Jugend gebe sei „ein trauriger Zustand“. Die Mannschaft musste mangels Personal aus der Landesliga zurückgezogen werden. Die B-Jugend spielt noch in der Landesliga – eigentlich nicht hochklassig genug, um möglicherweise eine Zweitliga-Mannschaft mit eigenem Nachwuchs zu versorgen. „Zumindest im A- und B-Jugendbereich müssen wir besser aufgestellt sein, wenn die Herren so hoch spielen“, sagt Trotte.

Bislang werden die Springer Talente von Burgdorf, Anderten oder Hildesheim gelockt. „Unser Ziel muss es sein, diese Talente zurückzuholen und eine Mannschaft um sie aufzubauen“, so Trotte. Aber wo sollen die Spieler herkommen? Trotz des Erfolgs der Herrenmannschaft stagniert die Mitgliederzahl der HF. „Die Leute wollen angesprochen werden“, so Trotte, „das ist in den letzten Jahren nicht passiert.“ Ihm schwebt eine Kooperation mit Schulen vor. Die Heinrich-Göbel-Realschule habe gestern bereits angerufen, weil sie eine frühere Zusammenarbeit mit den HF wieder aufleben lassen wolle, so Trotte. Und: „Das OHG hat 1600 Schüler, da werden doch ein paar dabei sein, die Handball spielen wollen.“ Trotte schwebt vor, Handball-AGs anzubieten, am besten geleitet von Spielern aus dem Drittliga-Team, „die Zeit dafür haben“.

Auch qualifizierte Trainer sind knapp im Verein. Trotte: „Mehr Leute müssten den Trainerschein machen, Voraussetzung dafür ist aber der Schiedsrichterschein. Das ist alles sehr zeitaufwändig, aber wir wollen es angehen.“ Wenn es nicht gelänge, „müssten wir Geld in die Hand nehmen“, so Trotte.

Neben dem Sportlichen sieht der neue Vorsitzende auch in anderen Bereichen Handlungsbedarf. Für ihn am dringlichsten: Die Kommunikation zwischen Vorstand, Funktionären und Mannschaften zu verbessern. Es sei wenig Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein vorhanden. Nach wie vor verteilt sich die ehrenamtliche Arbeit im Verein auch auf wenige Schultern. Zumindest in dem Bereich ist kurzfristig Besserung in Sicht. Trotte: „Nach der Versammlung sind schon einige auf mich zugekommen und haben ihre Hilfe angeboten.“



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