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Bennigsens Nico Freier nach vorzeitigem Ende der Partie gegen Kirchdorf noch immer verwundert

Trainer sind sich einig: Abbruch war unnötig

Fußball (jab). Nico Freier wundert sich immer noch. Der Trainer des FC Bennigsen wurde am Sonntag während der Spiels seiner Mannschaft gegen den TSV Kirchdorf in der 1. Kreisklasse Hannover-Land von der Trainerbank auf die Tribüne verwiesen. Kurz vor dem Ende wurde die Partie beim Stand von 2:2 sogar abgebrochen. Was war los?


Die Reibereien zwischen den Bennigsern und Schiedsrichter Jens Marienhagen (Holtensen) fingen schon vor dem Spiel an. Marienhagen wollte das Spiel zunächst nicht anpfeifen, weil der Platz nicht ordnungsgemäß gekreidet war, so Freier. Zudem habe er sich geweigert, eine Kabine mit dem Unparteiischen zu teilen, der zuvor das Spiel der Bennigser Reserve geleitet hatte. Schließlich durften die Bennigser nicht in ihren Blau-Weiß gestreiften Trikots spielen, weil auch Kirchdorf gestreifte Hemden trägt.

„Ein reiner Selbstdarsteller“, schimpft Freier, der auch mit Marienhagens Leistung während der Partie nicht einverstanden war: „Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten, er hat es völlig zerpfiffen.“

Für das größte Unverständnis sorgte dann aber der Abbruch. Offenbar fühlte sich der Schiedsrichter von einem Bennigser Zuschauer bedroht. „Er hat zu mit gesagt, dass ein Zuschauer ihm Schläge angedroht und ein paar Schritte aufs Spielfeld gemacht hat“, berichtet Kirchdorfs Trainer Thomas Wottka, der den Abbruch „etwas unglücklich“ fand, aber auch den FCB in die Kritik nimmt: „Der Verein muss für Ordner sorgen und die Zuschauer hinter den Toren wegschicken.“

Er geht wie Freier davon aus, dass die Partie wiederholt wird, eine Entscheidung darüber trifft jedoch das Kreissportgericht. Uneinig sind sich die Trainer über den Zeitpunkt des Abbruchs. Laut Freier war das Spiel schon in der fünften Minute der Nachspielzeit, „dabei hatte er nur drei Minuten angezeigt“. Wottka sagt, es seien noch ein bis zwei Minuten regulär zu spielen gewesen. Einig sind sie sich, dass Marienhagen mit etwas mehr Fingerspitzengefühl das Spiel auch einfach hätte beenden können.

Für Bennigsen steht schon heute Abend (19 Uhr) die nächste Partie bei Spitzenreiter Bredenbeck an. Agwan Gevorgjan ist erstmals nach seiner Sperre wieder dabei und auch Udo Schulz hilft aus. „Gerade nach so einem Spiel ist es aber nicht schlecht, dass ein Routinier wie Udo wieder etwas Ruhe reinbringt“, so Freier.

Geschockt war am Sonntag auch der TSV Gestorf nach der schweren Verletzung von Sebastian Oros. Der war im Spiel in Landringhausen mit dem Keeper der Gastgeber zusammengerasselt, verlor vier Zähne und zog sich eine leichte Gehirnerschütterung zu. „Er wird jeden Tag in der Zahnklinik der MHH behandelt“, sagt TSV-Coach Thorsten Gottschalk. „Am Donnerstag wird er operiert.“ Die Saison ist für Oros wohl gelaufen. „Das ist aber nicht wichtig“, so Gottschalk. „Hauptsache, er wird gesund.“



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