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Titel für die Bison-Damen in weiter Ferne

ELDAGSEN. Die Playoff-Teilnahme hatten die Rollhockey-Damen des SC Bison Calenberg schon vor dem letzten Vorrundenspiel der Bundesliga gegen die IGR Remscheid sicher. Das war die gute Nachricht des Tages. Denn hätten sie öfter so schlecht gespielt wie beim 2:6 (1:4) gegen Remscheid, hätten sie es schwer gehabt.

Claudia Mayer trägt an der hohen Niederlage keine Schuld. Hier pariert die Torhüterin ein Penalty von Remscheids Anna Behrendt. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Es ging gegen die IGR nur noch um den Gegner in den Playoffs. Bei einem Sieg wäre es am kommenden Wochenende in Remscheid weitergegangen – als Tabellenvierte müssen sie nun erneut gegen Serienmeister Iserlohn ran, dem sie in den letzten drei Jahren in den Endspielen unterlegen waren und in dieser Saison auch schon drei Mal. Dass es in diesem Jahr endlich klappt mit dem ersehnten Titel, scheint in der momentanen Verfassung der Eldagsenerinnen nicht mehr als ein frommer Wunsch zu sein. „Es kann ja nur besser werden“, sagte Kapitänin Britt-Stina Brandt mit Galgenhumor. Und wer Meister werden wolle, müsse Iserlohn ohnehin schlagen, ob im Endspiel oder Halbfinale.

Die Partie gegen Remscheid begann nach Maß. Kim Alina Henckels schloss einen Konter schon in der 3. Minute zum 1:0 ab, traf von der rechten Seite kommend in die lange Ecke – die hatte Trainer Steffen Leitmann in der Videoanalyse als Schwachstelle von Remscheids Nationaltorhüterin Carolin Reinert ausgemacht. Auch Anna Hartje erzielte so kurz nach dem Seitenwechsel den zweiten Bison-Treffer. Damit konnte sie aber nur zum 2:4 verkürzen. Denn Remscheid nutzte in der ersten Halbzeit die schwache Defensivleistung der Gastgeberinnen zu vier Treffern durch Sophie Giersch (6., 8.), Anna Behrendt (12.) und Celina Söhngen (16.).

Die IGR selbst stand in der Abwehr erwartet eng und sicher in einer Raute vor dem eigenen Tor. „Auf unserer kurzen Bahn wird es da besonders schwer“, sagte Brandt. Wenn die Bisons doch einmal durchkamen, standen Reinert oder der Pfosten im Weg. Auf der anderen Seite hatten die Bisons in Claudia Mayer ebenfalls ein starke Torhüterin zwischen den Pfosten, die die Hoffnung lange aufrecht erhielt. Nach dem 2:5 durch Chiara Steinmetz (35.) war das Spiel aber gelaufen. Anna Behrendt erhöhte noch auf 2:6 (40.). Dass die Gastgeberinnen nach blauen Karten gegen Brandt (38., 44.) und Hartje (47.) jeweils in Unterzahl agieren mussten, machte es nicht leichter.

In den Playoffs haben die Bisons am kommenden Sonnabend zunächst Heimrecht gegen Iserlohn. „Ich weiß nicht mehr, was wir noch trainieren sollen“, sagt Brandt. Die Kapitänin leitet in der Woche die Übungseinheiten, weil Leitmann beruflich verhindert ist. Vielleicht sollten sie möglichst wenig trainieren, denn, so Brandt: „Irgendwie spielen wir in letzter Zeit zu verkopft.“

SC Bison: Mayer, van Putten – Henckels (1), Hartje (1), Brandt, Schulze, Hasenheit, Nowotka, Flohr.



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