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Springes Claus Karpstein über den Sieg im Topspiel, die Hinrunde und die Aussichten im Titelrennen

„Tarp war nicht schlechter, wir waren besser“

Handball. Vor zwei Jahren waren sie Dritter, in der vorigen Saison Zweiter – nach dem Gesetz der Serie können die HF Springe in der laufenden Drittliga-Spielzeit nur Meister werden. Bislang sind sie auf dem besten Weg. Mit dem Sieg im letzten Hinrundenspiel bei der HSG Tarp/Wanderup sicherten sich die Springer die Herbstmeisterschaft und stehen mit drei Punkten Vorsprung an der Spitze. Rückraumspieler Claus Karpstein lässt im Gespräch mit NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram das letzte Spiel und die Hinrunde Revue passieren.

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Hand aufs Herz: Wart Ihr nervös nach den beiden Niederlagen gegen Tarp in der vorigen Saison?

Klar. Das waren die einzigen, die uns zweimal geschlagen haben. Ein drittes Mal wollten wir unbedingt vermeiden, damit es nicht zum Trauma wird. Das war aber auch zusätzliche Motivation.

Geschadet hat die Anspannung offenbar nicht.

Wir sind echt gut ins Spiel gekommen. Wir waren aber auch gut auf Tarp eingestellt, die konnten uns nicht überraschen. Es war das beste Drittliga-Spiel von uns, seit ich in Springe spiele. Daniel (Deutsch, der HF-Kapitän; d. Red.) hat es schön formuliert: Wir haben gewonnen, weil wir besser waren, nicht weil Tarp schlechter war.

Wie war die Stimmung auf der Rückfahrt?

Feuchtfröhlich. Alle waren gut drauf, weil wir alle gut gespielt haben und weil es das letzte Spiel in diesem Jahr war. Auf einem Rastplatz haben wir durch Zufall auch noch den Fanfarenzug getroffen – da haben wir nochmal Stimmung gemacht. Die Weihnachtsfeier am Sonntag war natürlich auch gut.

Habt Ihr nun trainingsfrei für den Rest des Jahres?

Zusammen trainieren wir nur noch einmal zwischen den Feiertagen. Ansonsten hält sich natürlich jeder selber fit. Wir liegen jetzt nicht auf dem Sofa und warten auf die Weihnachtsgans.

Was ist Eure größte Stärke in dieser Saison?

Wir haben uns gut verstärkt und sind dadurch ausgeglichener geworden. Wenn einer mal keinen guten Tag hat, was ja vorkommt, springen die anderen ein. Und Oleg Kuleshov als Trainer ist natürlich auch ein ganz wichtiger Faktor.

Vor allem am Kreis fällt die Verstärkung auf. So viele Tore wie Nikolaos Tzoufras hat lange kein HF-Kreisläufer geworfen.

Er ist eine echte Verstärkung. Mit Frank Habbe hatten wir letzte Saison auch schon einen sehr guten Kreisläufer. Mit Ouzo (Tzoufras‘ Spitzname; d. Red.) ist es aber nochmal was anderes, weil er immer mit der Mannschaft trainieren kann.

Auch Jannis Fauteck trainiert jetzt ausschließlich in Springe. Das merkt man, er ist bislang der beste Torschütze – eigentlich ungewöhnlich für einen Mittelmann, oder?

Stimmt, das ist selten. Aber er ist wirklich torgefährlich. Und er wirft gute Quoten, es ist nicht so, dass er 20 Versuche braucht, um einen zu treffen.

In Tarp hat auch mal wieder der gesamte Rückraum getroffen.

Ja, aber es zählen nicht nur die Tore. Auch die Außen haben gut für den Rückraum gearbeitet.

Andreas Stange und Simon Herold gelten als bestes Torwartgespann der Liga – sind sie das?

Ich denke schon. Das ist aber schwer zu beurteilen, denn wir sehen jeden Gegner ja nur einmal. Der Torwart von Altenholz hat bei unserer Niederlage dort super gehalten, aber wie der zweite Mann ist – keine Ahnung. Unsere beiden sind sehr, sehr gut. Das gibt Sicherheit. Wir tun aber auch in der Abwehr viel, um sie gut aussehen zu lassen.

Ihr geht mit drei Punkten Vorsprung in die Rückrunde – reicht das?

Keine Ahnung, die Saison ist noch lang. Bisher haben wir zweimal auswärts verloren. Das ist im Rahmen, denke ich. Es kann aber immer passieren, dass man einen schlechten Tag hat. Achim/Baden zum Start in die Rückrunde wird schwer. Die sind zwar Drittletzter, haben aber ein frenetisches Publikum. Auch wenn es eine Phrase ist: Wir gucken von Spiel zu Spiel – was anderes bleibt uns ja nicht übrig.



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