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Synapsen-Partys im Frontallappen

Springe. Bewegung und die richtige Ernährung machen unseren Körper fit und im Idealfall schlank. Weiß eigentlich jeder. Dennoch ist die Traumfigur für die meisten vor allem eins: ein Traum, in der Regel ein unerfüllter. „Wir haben kein Wissensproblem, sondern ein Umsetzungsproblem“, sagt Patric Heinzmann. Der 39-Jährige geht das Problem auf äußerst unterhaltsame Weise an. Er ist nicht nur Fitness- und Ernährungsexperte, sondern auch Entertainer. Sein Programm „Ich bin dann mal schlank“ stellte er jetzt in der mit 500 Zuschauern ausverkauften Aula des Schulzentrums Süd vor. Eingeladen hatte ihn Denis Klünder, Inhaber des „Aktiv Gesundheitszentrum“, der mit der Veranstaltung das fünfjährige Bestehen seines Springer Fitnessstudios feierte.

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Das Thema des Abends: „Wie bekomme ich den Bauch dazu, dass er das tut, was der Kopf möchte?“ Von heute auf morgen ginge das nicht, sagt der aus Funk und Fernsehen bekannte Heizmann. Der innere Schweinehund, „der Beschützer unserer lieb gewonnenen Gewohnheiten“, wolle trainiert werden. Wiederholung ist dabei das Zauberwort, „damit schafft man neue Gewohnheiten“. Vier Wochen etwa müsse durchhalten, wer mit dem Laufen beginne, dann werde der innere Schweinehund süchtig nach den Glückshormonen, die der Körper dabei ausschütte, oder auch nach den „Synapsen-Partys im Frontallappen“.

Aber Vorsicht: „Ausdauersport macht ganz viele Menschen dick“, sagt Heizmann und erklärt dem verdutzten Publikum: Viele würden entweder zu viel oder zu wenig Gas geben – so oder so nehmen sie nach dem Sport meistens mehr Kalorien zu sich, als sie abgebaut haben. Er räumt mit weiteren Vorurteilen auf, etwa dem: Die Fettverbrennung setzt erst nach 30 Minuten Sport ein. „Stimmt“, sagt Heizmann, „wenn man vorher Kohlehydrate gegessen hat.“

Kohlehydrate, die der Mensch etwa mit Kartoffeln, Reis, Nudeln und vor allem Zucker aufnimmt, verbrennt der Körper leichter und damit zuerst – das Fett kommt dann später.

Sein einfacher Ernährungstipp: „Einfach mal die Beilagen weglassen. Die schmecken doch eh nicht, oder warum ertränken wir sie in Soße?“ Wichtiger sei es, Eiweiß zu sich zu nehmen, vor allem in Form von Eiern, Nüssen, Fisch, „am besten fetten Fisch“. So würde man den Körper zwingen, an die Fettreserven zu gehen. Und: „Eiweiß macht satt – und ein satter Bauch lässt den Kopf gewähren.“

Für ihn auch wichtig beim Sport: „Schwitzen ist erlaubt. Wenn Wasser aus der Haut rauskommt, ist nichts kaputt.“



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