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…und keiner guckt zu

Stell dir vor, du steigst auf…

Springe. Angenommen, der TV Jahn Leveste verliert heute Abend (19 Uhr) sein Nachholspiel in der Fußball-Kreisliga Hannover-Land bei Eintracht Hiddestorf. Dann könnte der FC Springe am Sonnabend mit einem Heimsieg gegen den TSV Barsinghausen II den Wiederaufstieg in die Bezirksliga perfekt machen. Aber würde es jemand mitkriegen? Bei den letzten Heimspielen des FCS verirrten sich kaum noch mehr als zwei Dutzend Zuschauer auf die Anlage an der Harmsmühlenstraße.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die Springer hatten allerdings in ihren letzten Spielen auf eigenem Platz auch nicht gerade Werbung in eigener Sache betrieben. Vor dem 1:0-Sieg gegen Groß Munzel hatten sie vier Heimspiele nicht gewonnen. Aber – und das haben sie den Verfolgern Leveste und Hemmingen-Westerfeld voraus – sie haben auch nur eines davon verloren. Das 1:3 gegen Hemmingen war bislang die einzige Niederlage überhaupt in dieser Saison – Springe spielt nicht überragend, aber so konstant wie kein anderes Team der Kreisliga.

Und beim Sieg im Spitzenspiel am Sonntag in Leveste boten sie tatsächlich auch einmal eine meisterhafte Leistung – kurioserweise vor mehr Springer Zuschauern als zuletzt zu Hause. „Vielleicht sollten wir vor Heimspielen erstmal 20 Minuten Auto fahren“, sagt FCS-Sprecher Olaf Feuerhake schmunzelnd. Zuschauer würden die Springer dadurch allerdings auch nicht anlocken. „Die haben wir in der Abstiegssaison verärgert“, sagt Feuerhake, „es scheint ein bisschen länger zu dauern, sie zurückzugewinnen.“

Die besten Spiele in diesem Jahr machte Springe auswärts. Beim 3:0-Sieg in Seelze etwa oder beim 5:1 in Harenberg, „das waren aber auch Gegner, die nicht mit acht Mann am eigenen Strafraum stehen“, so Feuerhake, „da tun wir uns immer leichter.“

Trainer Ricardo Diaz-Garcia hat die gute Nachricht vom Sieg in Leveste unterdessen in seinem Urlaubsdomizil in der Karibik erhalten. „Stolz wie Bolle“ sei er, schreibt er per „WhatsApp“. „Es sind alle stolz“, sagt Feuerhake, „und im Moment noch in der Selbstbeweihräucherungsphase.“ Bei allem Grund zur Freude wolle er die Mannschaft rechtzeitig daran erinnern, dass noch zwei Spiele zu spielen sind – beide zu gewinnen, wäre die beste Werbung in eigener Sache.



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