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HF-Torwart ist der überragende Mann beim mühsamen 27:25-Erfolg gegen die SG Kropp

Stange hält Springe an der Tabellenspitze

Handball. Die Mannschaft und das Publikum wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Nach dem Schlusspfiff des Drittliga-Spiels gegen die SG Kropp ließen Aktive und Verantwortliche der HF Springe Andreas Stange in einer Menschentraube verschwinden. Die knapp 450 Fans spendeten noch minutenlang stehende Ovationen und bedachten ihren Torwart noch mit einem Sonderapplaus, als er später im Foyer auftauchte. Keine Frage: Stange war der überragende Springer beim mühsamen 27:25 (11:14)-Erfolg gegen den Drittletzten, der dem Spitzenreiter alles abverlangte.

Erleichtert nach dem knappen Sieg: Die HF bedanken sich beim Publikum, von rechts: Kristof König, Fabian Hinz, Andreas Stange, C

Autor:

Jan-Erik Bertram

Während seine Vorderleute mehr als eine Halbzeit lang brauchten, um sich in die Partie zu kämpfen, war Stange von Beginn an auf dem Posten. Alle technischen Fehler und Fehlwürfe, die sich die Springer Feldspieler im Angriff leisteten, konnte er zwar nicht ausbügeln, aber mit einem knappen Dutzend gehaltener Bälle vor der Pause, sorgte er dafür, dass die Gäste, die in der Abwehr aggressiv und variabel zu Werke gingen, sich nicht schon zur Pause weiter absetzten.

Der dienstlich verhinderte Frank Habbe und Jannis Fauteck, der von Bundesligist Burgdorf für die Partie in Ahlen-Hamm abgerufen wurde, fehlten den Springern nicht nur als Mittelblock in der Abwehr, sondern auch im Angriff, der Durchschlagskraft vermissen ließ – ausgerechnet in dem Spiel, bei dem die Stadtwerke Springe als Tagessponsor zehn Euro für jedes Springer Tor als Spende für den Kinderhort Springe ausgelobt hatten. Am Fehlen von Habbe und Fauteck lag die schwache HF-Leistung für Spielertrainer Sven Lakenmacher aber nicht allein. „Gegen so eine unbequeme Abwehr müssen wir mehr Laufbereitschaft zeigen“, sagte er.

Sein Team tat sich aber auch nach der Pause noch schwer. Zu allem Unglück hatte auch Kapitän Daniel Deutsch noch einen schwarzen Tag erwischt und traf vorne fast nichts. Wie alle anderen ließ Deutsch aber den Kopf nicht hängen. Mit dem Publikum im Rücken und dem nötigen Kampfgeist drehten die Springe noch die Partie. Durch zwei Tore des starken Oldies Slava Gorpishin und eins von Fabian Hinz machten die HF aus einem 17:20 (45.) ein 20:20 (47.) – der erste Ausgleich seit dem 2:2 (5.). Kropp setzte sich noch einmal auf 22:20 ab (52.), einen höheren Rückstand verhinderte Stange, der immer stärker wurde und unter anderem gegen den frei zum Wurf kommenden Philip Henrich, der in der Schlussminute wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah, parierte und auch einen Siebenmeter von Thies Schrum hielt.

Claus Karpstein sorgte drei Minuten vor Schluss mit dem 24:23 für die erste Springer Führung seit dem 1:0, Reiner Kiehs glich noch einmal aus, doch Lakenmacher sorgte mit seinen Treffern zum 25:24 und 26:24 für die Entscheidung. Danach schaltete sich Stange sogar in den Angriff ein, fing einen Tempogegenstoß ab, ging über die Mittellinie und servierte Hinz den Ball für ein Kempa-Tor zum 27:24 – spätestens jetzt war das Publikum nicht mehr zu halten.

Lakenmacher war insgesamt mit der Leistung dennoch nicht zufrieden. Sein Gegenüber Jens Häusler schon: „Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren.“

HF Springe: Stange, König (n. e.) – Hinz (8), Karpstein (7), Lakenmacher (4/1), Gorpishin (4), Bischoff (2), Deutsch (1), Nordmeyer (1), N. Hermann, Kahl (n. e.).



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