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Standortbestimmung gegen Minden II

Springe. Der Kader ist klein bei den Handballfreunden Springe – wenn dann Spieler ausfallen, ist Trainer Holger Schneider zum Improvisieren gezwungen. Wie am vorigen Wochenende beim HSV Hannover, als Jannis Fauteck fehlte und Arek Bosy nur eingeschränkt zur Verfügung stand. So wurde aus Rückraumspieler Daniel Deutsch in der zweiten Halbzeit plötzlich ein Kreisläufer. „Wenn es notwendig ist, spiele ich auch am Kreis“, sagt der Kapitän. Er glaubt aber nicht, dass es im Drittliga-Heimspiel am heutigen Sonnabend gegen GWD Minden II, wieder sein muss: „Ich denke, Arek wird rechtzeitig fit“, sagt Deutsch, „am Dienstag hat er schon wieder mittrainiert.“

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Fauteck fehlt dagegen weiterhin. Nach seiner Schulterverletzung, die er sich im Training vor dem Derby in Hannover zugezogen hatte, muss er mindestens sechs Wochen pausieren. Fabian Hinz fehlt ein letztes Mal – in der kommenden Woche kehrt er von seinem Auslandssemester in den USA zurück. Im Rückraum und auf Linksaußen hat HF-Coach Holger Schneider immerhin noch am ehesten Alternativen. „Wir machen Mannschaftssport, da kann man immer alles ausgleichen“, sagt Deutsch, „über eine ganze Saison wird es allerdings schwer.“

Man habe das Fehlen von Fauteck in Hannover gemerkt. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Wenn der Gegner dann gute Aktionen hat und Selbstvertrauen kriegt, wird es schwer. Das hat man auch am Mittwoch gesehen: Dann verliert der goße THW Kiel gegen eine Magdeburger B-Mannschaft.“

Als Kreisläufer machte Deutsch in Hannover zwei Tore – beide Male stand er im Kreis. Das sei aber kein Zeichen, dass die Abstimmung fehle: „Als Mittelmann oder Rückraumspieler musst du immer mal an den Kreis gehen“, sagt er. „Gegen Minden mit ihrer 3:2:1-Deckung sowieso.“

Ihre fünf Partien in dieser Saison haben die Springer allesamt gewonnen. Sie zum Aufstiegsfavoriten zu erklären, wie es HSV-Trainer Alfred Thienel nach dem Derby gemacht hat, findet aber auch Deutsch „einfach albern“. Zwar hätten die Springer starke Spieler in ihrem Kader, „aber es steigt nur eine Mannschaft auf und da gibt es noch ein Team wie Henstedt-Ulzburg, das jedes Spiel mit zehn Toren Vorsprung gewinnt.“

Deutsch verweist auch auf die bisherigen HF-Gegner, von denen Kiel II als Neunter bislang am Besten dasteht. Somit wird die Partie gegen den Tabellenvierten Minden heute eine echte Standortbestimmung.

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