weather-image
13°

Springer Trophy: Christoph Gratza triumphiert

SPRINGE. „Diesen edlen Tropfen habe ich mir nun wirklich verdient und werde ihn mir nach einigem Abstand mit meiner Frau genehmigen“, sagt ein Glück strahlender Christoph Gratza nach der Siegerehrung: Der Sieger im Herren-Einzel 35 lieferte bei der Springer Trophy ein wahres Mammutprogramm ab.

Nach drei intensiven Begegnungen mit dem Ende im Match Tie-Break siegt Christoph Glatza bei den Herren 35. FOTOS: GÖMANN

Autor:

DIETER GÖMANN

Es hatten zwar nur sechs Spieler den Kampf aufgenommen, die in zwei Gruppen zu jeweils drei Spieler aufgeteilt waren, doch die zwei Gruppenspiele hatten es für den Nienstedter in Springer Diensten in sich.

Gleich im ersten Spiel musste er in gleißender Sonne gegen Andre Lutz SG Rodenberg) erkennen, dass das Turnier ihn erheblich fordern würde. Der erste Satz ging mit 5:7 an seinen Gegner, doch in Durchgang zwei erzielte Gratza den Satzausgleich, um danach im Match Tie-Break mit 10:2 die Oberhand zu behalten.

Die zweite Begegnung gegen Sebastian Harms (TuS Wettbergen Hannover) wurde gleichfalls erst im Match Tie-Break entschieden. Wieder ging der erste Satz mit 4:6 verloren, ehe ihm mit 7:5 der Satzausgleich gelang und der Sieg mit 10:1 sichergestellt war. Das Finale gegen Christoph Leurle (SVH Kassel) entwickelte sich zu einem äußerst engen Match – mit dem glücklicheren Ende für Christoph Gratza. Die beiden ersten Sätzen – 7:6, 6:7 – wurden im Tie-Break entschieden, und im Match Tie-Break war der Springer mit 10:8 erfolgreich und feierte den Turniersieg.

Völlig entgegengesetzt verlief das Herren-Einzel 55.

Der Gastgeber war mit den drei Spielern angetreten, die spätestens im Viertelfinale zum Zuschauen verurteilt waren. Klaus Schimanski erwischte es bereits in der ersten Runde bei seiner Niederlage in zwei Sätzen (2:6, 2:6) gegen Ryszard Grajdek (TC RG Lehrte). Hartmut Retzlaff und Dietrich zu Klampen hatten in der ersten Runde ein Freilos und trafen danach im Achtelfinale aufeinander.

Auch hier entschied der Match Tie-Break über Sieg und Niederlage, nachdem es nach den beiden ersten Sätzen (6:3, 3:6) gestanden hatte. Mit 13:11 hatte zu Klampen im Vereinsduell das bessere Ende für sich.

Das Viertelfinale war erreicht, und hier traf der Springer auf Jörg Oelmann (TK Goslar). Nach verlorenem ersten Satz (3:6) hatte zu Klampen beim 1:1 im zweiten Durchgang das Spiel aufgegeben. „Im Kindergarten geht es fairer zu als hier auf dem Platz“, äußerte der Springer sichtlich angefressen.Was veranlasste ihn zu diesem Schritt? Sein Gegner wollte partout nicht den Abdruck eines auch von Turnierleiter und Oberschiedsrichter Andreas Cordes gut gegebenen Balles für den Springer akzeptieren. Daraufhin die Reaktion von zu Klampen, der vor acht Jahren ein gleiches Spektakel mit dem Goslarer bei der Springer Trophy hatte.

Die Konkurrenz gewann erwartungsgemäß der top gesetzte Peter-René Kreißig (Oldenburger TeV), der in der Punktspielsaison in der Regionalliga 50 spielt. Bis zu seinem Turniersieg siegte er in vier Begegnungen jeweils in zwei Sätzen und gab insgesamt nur sechs Spiele ab.

Bei den Herren 50 scheiterte Ulf Rodewald (TV Springe) als Zweiter in der Gruppenphase. Genauso erging es bei den Herren 60 dem ehemaligen Springer Ulrich Rokahr als Zweiten in der Gruppenphase.

Heinz Glauche (TV Springe) durfte sich am Ende bei den Herren 70 über den dritten Platz freuen.

Bei den Damen 50 musste Dorothee Wißmach (TV Springe) der starken Konkurrenz den Vortritt lassen. Am Ende belegte sie den vierten Platz.

Weiterführende Artikel
    Kommentare