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Springe-Deister-Marathon: die familiäre Großveranstaltung

SPRINGE. Im vorigen Jahr wäre der Springe-Deister-Marathon der LLG Springe fast im Schnee-Chaos versunken. Dieses Mal herrschten perfekte Bedingungen – und so wurde die 43. Auflage zum Rekord-Lauf. 1157 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen auf den verschiedenen Strecken ins Ziel – Bestmarke!

Die Halbmarathon-Läufer auf der Kaiserallee – kurz bevor der Anstieg nach Alvesrode beginnt, ist die Stimmung noch bestens. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Der Marathon ist die größte Veranstaltung weit und breit – und bewahrt sich doch seine familiäre Atmosphäre. Die Startgelder werden niedrig gehalten. Dafür gibt es zwar keine Finisher-Shirts oder andere Erinnerungsstücke – aber, wer etwas braucht, dem wird geholfen. Bestes Beispiel an diesem Wochenende: Marathon-Sieger Florens van der Decken hatte ein Handtuch vergessen und wollte nicht ungeduscht nach Berlin zurückreisen – also drückte ihm Heike Heinemeyer kurzerhand zwei saubere Geschirrtücher vom Büffet in die Hand.

Eine der leichteren Übungen für die LLG-Vorsitzende. Beim Einkaufen am Tag vor dem Lauf kam sie ganz schön ins Schleudern. Denn im Großmarkt waren die Überraschungseier fast ausverkauft. „Die Kinderläufe ohne Ü-Eier, das geht gar nicht“, sagte sie – und fand statt der Großpackungen immer Viererpacks. Die insgesamt 140 Eier reichten bei 125 Nachwuchs-Läuferinnen und Läufern gerade so.

Am Freitag war es noch sonnig mit frühlingshaften 20 Grad gewesen. Zum Lauf am Sonnabend kühlte es merklich ab. Beim Marathon-Start um 11 Uhr waren es sieben Grad. Die Läufer fanden es super: „Du darfst dich am Start nicht wohlfühlen“, sagte Ultra-Spezialist Detlef Erasmus aus Bad Münder, „du läufst ja, um warm zu werden.“

Für Sieger van der Decken hätte es ein bisschen weniger windig sein dürfen: „Ich bin die ganze Zeit alleine gelaufen“, sagte er, „deshalb war ich etwas langsamer als geplant.“ Seine 2:45:33 Stunden waren dennoch sehr schnell. Die schnellste Frau, Marathon-Sammlerin Sylke Kuhn aus Kassel, lief ihren insgesamt 362. Marathon – und in 3:14:06 Stunden persönliche Bestzeit. „Die wollte ich eigentlich erst in zwei Wochen in Hannover schaffen“, sagte sie.

Ein einsames Rennen lief auch Halbmarathon-Sieger Jörn Hesse aus Delligsen – ein Stammgast in Springe. Die schnellste Frau, Celia Kuch aus Weinheim, ehemalige Vize-Europameisterin auf der Triathlon-Langdistanz, gewann ebenfalls mit großem Vorsprung.



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