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Halbzeitbilanz: Eldagsen als Bezirksliga-Fünfter im Soll / Heim- und Kampfstärke die großen Trümpfe

Spielerisch besteht noch Verbesserungsbedarf

Fußball (jab). Winterpause – Zeit, die Hinrunde Revue passieren zu lassen und einen Blick voraus auf den Rest der Saison zu wagen. Den Anfang macht der FC Eldagsen, Vorjahresmeister der Bezirksliga 4 und als aktuell Fünfter bester heimischer Klub.

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Anspruch und Wirklichkeit sind beim FCE in dieser Saison fast deckungsgleich. Vom erneuten Titelgewinn wurde weder vor der Saison noch nach dem Start mit zwei Kantersiegen geredet. Ein Platz unter den ersten Fünf war und bleibt das Ziel – als derzeit Fünfter sind die Eldagsener also im Soll.

Gut läuft‘s vor allem im heimischen Heinrich-Mundt-Stadion. Der FCE ist zu Hause noch ungeschlagen, hat sieben von neun Spielen gewonnen. Heimstärker sind nur der FC Stadthagen (neun Siege) und der SV Holzminden (acht Siege, eine Niederlage). Der Kampf ist traditionell die große Stärke der Eldagsener, „da hat uns keine Mannschaft etwas entgegenzusetzen“, so Trainer Karsten Bürst zufrieden.

Verbesserungsbedarf sieht Bürst „definitiv im spielerischen Bereich. Wir müssen viel mehr über die Außen kommen und die Außenpositionen besetzt halten“. Dem Trainer ist das Spiel seiner Mannschaft noch zu sehr von André Gehrke abhängig, „da müssen mehr Leute das Heft in die Hand nehmen“. Und: „Wir müssen uns manchmal mehr zutrauen.“

Bewegung im Kader gibt es in der Winterpause so gut wie keine. Trainer-Sohn Christopher Bürst kommt vom TSV Gestorf, wird es aber schwer haben, sich im Bezirksliga-Team zu etablieren: „Er hat lange nichts gemacht“, so Bürst, „er muss an sich arbeiten.“ Yannick Gronau wird, wie es aussieht, in der Rückrunde nicht zu Verfügung stehen, er geht wohl im Februar für fünf Wochen nach England.

Die Neuzugänge haben sich mittlerweile etabliert: Christian Marx (VfL Nordstemmen) wurde durch einen Bänderriss in der Vorbereitung zurückgeworfen, ist mittlerweile aber mit sechs Treffern drittbester Torschütze des Teams. Yannick Gronau (TSV Gestorf A-Junioren) war durch eine Augen-OP zu Saisonbeginn ebenfalls gehandicapt, bekam danach aber regelmäßig seine Einsätze: „Er hat abgerufen, was ich von ihm verlangt habe“, so Bürst, „mit seinen jungen Jahren ist er manchmal nur zu nervös.“ Sven-Erik Nold (VfB Eimbeckhausen) wollte eigentlich in der Zweiten spielen, ist nun aber aus dem defensiven Mittelfeld kaum wegzudenken. „Zum Glück konnte ich ihn überreden“, so Bürst. Dominic Schröder (eigene A-Junioren) kam wegen eines Bänderrisses kaum zum Einsatz. Yasin Sahin (FC Springe II) wurde in den ersten beiden Spielen eingewechselt. Wegen eines Knorpelschadens im Knie hat er seine Karriere aber vorerst beendet.

Gute Erinnerungen hat Bürst vor allem an die Partie in Bad Pyrmont, „obwohl wir verloren haben. Aber wir haben Pyrmont spielerisch in die Enge getrieben“. Zufrieden war er auch mit dem 3:1 gegen Nienstädt, „weil wir kämpferisch alles in die Waagschale geworfen habe“.

Mit Grausen erinnert er sich an das 2:2 gegen Evesen, „das war kaum anzugucken“. Schlimmer war für ihn nur das 0:5 in Rinteln.

Das Lazarett ist nicht überfüllt, aber schon länger mit zwei wichtigen Spielern belegt. Benjamin Rathe ist fast die gesamte Hinrunde wegen einer Knöchelverletzung ausgefallen. Gegen Barsinghausen und FC Stadthagen spielte er – und ist nun wieder verletzt. Florian Siuts fällt mit einem Mittelfußbruch seit Anfang Oktober aus – und hat immer noch Schmerzen.

Gewinner der Hinrunde ist für Bürst Marius Westenfeld: „Er leistet spielerisch und kämpferisch enorm viel“, so der Coach, „und ist endlich mal fast verletzungsfrei.“

Prognose: Stadthagen und Holzminden sind vorne enteilt. Zwischen Rang drei und sieben ist für den FCE alles drin – es wird Platz sechs.

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