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Spaß für alle beim Turnier der Handicap-Kickers

BENNIGSEN. Ist das noch ein Fußballturnier, oder schon eine Party? Aus den Boxen in der Bennigser Turnhalle schallt laute Musik, die Stimmung ist ausgelassen. Und gekickt wird auch. Acht Mannschaften mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung nahmen am Turnier um den Otto-Pokal teil.

Beim Otto-Pokal sollen alle Spaß haben – wenn es sein muss mit Begleitung auf dem Spielfeld. Foto: Szabo

Autor:

Patricia Szabo

Bereits zum vierten Mal fand das Event in Bennigsen statt. „Es gibt unzählige Vereine, die auf Leistung bezogen sind. Wir sind für alle Kinder da, die Spaß am Spiel haben“, betont Sabrina Rathing, Vorsitzende des Vereins „Handicap Kickers Hannover“ und fügt hinzu: „Uns ist vor allem der inklusive Gedanke wichtig“. Dass der Verein für jeden offen ist – das liegt den Gründern besonders am Herzen.

Die jungen Fußballer bringen viele Fans mit. Die Tribüne der Sporthalle ist voll besetzt. Die Begeisterung für den Fußball eint sie alle. Auf dem Spielfeld geht es derweil mit viel Einsatz zur Sache. Der Jubel ist groß, sobald ein Tor fällt.

Die Mannschaften seien sehr unterschiedlich. Ebenso die Beeinträchtigungen, erklärt Rathing. „Einige Kinder haben eine körperliche Behinderung. Andere sind traumatisiert oder emotional beeinträchtigt.“ Sowohl das Training als auch das Turnier stellen die Trainerteams vor besondere Herausforderungen. „Manchmal muss man intervenieren. Besonders dann, wenn stärkere auf jüngere losgehen“.

Friederike Döbel informiert über die „Baltic Sea Circle“-Rallye, mit deren Erlös sie auch die Handicap-Kickers unterstützt. Foto: Szabo

Die Übungsleiter gehen souverän damit um. Einige Trainer verfügen über berufliche Erfahrung im Umgang mit beeinträchtigten Menschen. Sie alle haben eine Übungsleiter-Lizenz für Reha-Sport.

„Die Besonderheit beim Turnier ist, dass sich die Teams auf Augenhöhe begegnen. Um dies zu gewährleisten sprechen sich die Trainer untereinander ab, damit das Spiel ausgeglichen verläuft“, sagt Rathing. Auch mit dem Regelwerk gingen die Organisatoren locker um. Rathing betont, dass im Vordergrund vor allem das Spiel und die Spannung stehen.

Der Verein wächst stetig. „Wir haben zur Zeit rund 180 Mitglieder. 150 davon sind Kinder“, sagt die Vizevorsitzende der Handicap Kicker, Jule Hildebrand. Von der inklusiven Arbeit ist Hildebrand überzeugt: „Wir loben viel. Hier geht es sehr sozial zu“, sagt sie und fügt hinzu: „Für die Mannschaft in Bennigsen suchen wir noch händeringend einen Trainer“.

Mit dem inklusiven Sportverein „Sport für alle Rheinland“ aus Neuss stand am Ende des Tages der Sieger fest, der sich im Finale knapp gegen den TSV Achim durchsetzte. Bronze ging an die Gastgeber.



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