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Spätstarter und Dauerbrenner

Springe. Mit 17 Jahren war er ein Tischtennis-Spätstarter – mit heute 76 Jahren ist Klaus Smollich dafür ein Dauerbrenner: Gerade hat er beim 8:8 gegen den SV Altenhagen IV sein 1000. Mannschaftsspiel für den TTC Springe bestritten – eine Marke, die beim TTC so schnell wohl nicht gebrochen wird.

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Begonnen hatte er seine Tischtennis-Karriere 1954 beim TTC Völksen. Drei Jahre später wechselte er nach Springe, wo er vor fünfeinhalb Jahren mit seinem 901. Mannschaftsspiel zum Rekordhalter wurde. Dass er überhaupt weiß, wie oft er für den TTC an den Tischen stand, verdankt er Karl Schaper. Der damalige Vorsitzende des Vereins, der auch Pressewart des Niedersächsischen und des Deutschen Tischtennisbundes war, führte 1960 „als Statistik-Freak diese Buchführung ein, die bis heute gepflegt wird“, sagt Smollich.

Mit Schaper spielte er auch fast 20 Jahres lang – gemeinsam mit Dieter Krebs, Gerhard Seide, Gottfried Marx und Helmut Marock – in der dritten Mannschaft des TTC. Es war die „Fahrstuhlmannschaft“ des Vereins, die immer zwischen der Kreis- und Bezirksliga pendelte. Später rückte er in die Erste auf, die nach personellen Veränderungen von der Verbandsliga auf die Bezirksebene abrutschte.

Heute hat der TTC nur noch eine Herrenmannschaft in der 1. Kreisklasse des Regionsverbandes Hannover, in der Klaus Schmollich zusammen mit Hans-Jürgen Block, Wolfgang Pirius – der auch schon 960 Mannschaftsspiele absolviert hat –, Gerhard Preick, Karl-Heinz Blume, Norbert Wodsack, Heinz-Jürgen Reiter, Klaus Pohlmann und Michael Siebert spielt.

Seit dem achten Lebensjahr lebt Smollich mit einem Handicap: Zum Ende des Krieges wurde ihm nach einer Granatsplitterverletzung in einem russischen Feldlazarett der rechte Unterarm amputiert – danach kam er mit seinen Eltern aus Ostpreußen in den Altkreis Springe. „Trotz dieser Einschränkung fühle ich mich nicht behindert“, sagt Smollich, der noch lange Punktspiele bestreiten möchte – sofern es die Gesundheit erlaubt.gö

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