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Bennigserin erhält für ihr jahrzehntelanges Engagement den DFB-Ehrenamtspreis

Sigrid Schwäbe: „Ich könnte nicht ohne“

Fußball. Als ihre Tochter vor 30 Jahren in der damals neu gegründeten Damen-Mannschaft des FC Bennigsen anfing, begann die Ehrenamts-Karriere von Sigrid Schwäbe. „Mutti, du kannst das“, habe die Tochter damals gesagt, so Schwäbe, die seitdem unermüdlich im Einsatz ist für den FCB – nicht nur in Sachen Frauenfußball. Für ihr Engagement ist sie jetzt bei der Feierstunde des Fußball-Kreises Hannover-Land in Frielingen gemeinsam mit elf anderen mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet worden.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Sie macht alles“, sagt FCB-Jugendleiterin Marion Demann, die Schwäbe für die Auszeichnung vorgeschlagen hat. Bei so gut wie allen Hallenturnieren des Vereins, auch den der Herren, übernimmt die 70-Jährige die Hallenleitung („Mein Enkel Florian unterstützt mich dabei.“), kümmert sich um den Einkauf für die Cafeteria. Bei jedem Training der Mädchenmannschaften ist sie da, bei den Spielen sowieso. Auch bei denen der Herren, wo sie die Eintrittsgelder kassiert, und der Altaltliga.

Im Bezirk ist Schwäbe zudem seit 25 Jahren Staffelleiterin bei den Frauen – allerdings nur noch bis zum Ende der Saison. Im Verband ist dann Schluss, „im Verein mache ich weiter“, sagt sie. Warum sie so viel Zeit für den Fußball opfert? „Es macht einfach Spaß“, sagt sie. Und: „Ich könnte nicht ohne, was soll ich den ganzen Tag allein zu Hause rumsitzen.“

Seit sie ihren Mann Heinrich-Wilhelm Anfang der 1960er-Jahre kennenlernte, spielt sich Schwäbes Leben auf dem Sportplatz ab. „Mein Mann war besessener Fußballer, Wochenenden gab es nicht“, sagt sie, „die ersten 20 Jahre unserer Ehe war er beim Fußball, die nächsten 20 ich.“

Dass es seit 2007 wieder Frauenfußball in Bennigsen gibt, ist zu einem großen Teil auch ihr Verdienst, seit 2008 gibt es auch wieder Mädchenfußball. Die Zahl der Spielerinnen steigt. Mittlerweile gibt es vier Mädchenmannschaften in Spielgemeinschaft mit der SG Bredenbeck. Schwäbe kümmert sich drum, macht Aushänge in Schulen und spricht „eigentlich jedes Mädchen an, das auf dem Sportplatz ist“, sagt sie. Auch ihre Enkelin Melina habe sie „verpflichtet“, Fußball zu spielen.

Langeweile kennt Schwäbe nicht: „Ich finde immer etwas, um mich zu beschäftigen“, sagt sie – und holt zum Beweis ein Ballnetz: „Das habe ich selbst gehäkelt.“



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