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SG Eimbeckhausen/Hamelspringe zieht ins Achtelfinale ein

BEBER/EIMBECKHAUSEN. Mit Ach und Krach hat die SG Eimbeckhausen/Hamelspringe den Einzug in die K.o.-Runde des Kreispokals Hameln geschafft. Nach zwei Niederlagen in Gruppe C gewann der Kreisligist beim zwei Klassen tiefer angesiedelten SV Germania Beber-Rohrsen mit 4:1 (2:0).

Autor:

Thomas Niedergesäß und Dennis Scharf
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In der Anfangsphase war es ein Spiel auf Augenhöhe – ein Zweiklassenunterschied war nicht zu erkennen. Bei den Eimbeckhäusern mangelte es zunächst an Präzision und Ideen, die vielbeinige Defensive der Gastgeber zu überwinden. Bebers Offensive fehlte die Durchschlagskraft. Nach einer schönen Kombination über Matthias Thiele traf Einbeckhausens Jörn Dahlbock zur Führung (25.), was den Gästen den nötigen Schub verlieh. Thiele selbst erhöhte sowohl kurz vor als auch kurz nach der Pause mit einem Doppelpack auf 3:0 (39., 57.).

Auch Beber kam zu Torabschlüssen, aber nicht über den Anschlusstreffer von Finn Langenstein hinaus (83.). Zuvor war Vincenzo Caliendo an Bebers Schlussmann Chris Langenstein gescheitert (76.). Der eingewechselte Stefan Giebel, Neuzugang von Concordia Hülsede, traf nach einem verunglückten Klärungsversuch der Germanen-Defensive zum 4:1-Endstand (89.). „Nach einer gewissen Einspielzeit lief es ganz gut für uns. Auch wenn uns am Ende die Kraft fehlte, hat es gereicht“, sagte SGE-Spielertrainer Niklas Koffmane.

Dank der besseren Tordifferenz im Vergleich zu den punktgleichen Kontrahenten zog die SG als Tabellenzweiter der Gruppe C ins Pokal-Achtelfinale ein. Dort trifft sie auf den Sieger der Gruppe D, während es Gruppensieger TSV Nettelrede mit dem Zweitplatzierten der Gruppe D zu tun bekommt. Vor den finalen Gruppenspielen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der TSV am 17./18. August auf WTW Wallensen trifft, während die SG gegen den MTV Lauenstein um einen Platz im Viertelfinale kämpft.

Junger Spielertrainer bringt schon viel Erfahrung mit

Die beiden Nachbarvereine verbindet eine neue Ausrichtung, bei der vor allem junge Talente gefördert werden sollen. Das liegt sicherlich auch daran, keinen großen Altersabstand zu den Spielern oder Mannschaftskollegen überbrücken zu müssen. Auf und neben dem Platz wird eine Sprache gesprochen.

Koffmane ist mit seinen 24 Jahren der wohl jüngste Trainer in der Kreisliga, zumindest hat er noch keinen jüngeren oder gleichaltrigen Trainer eines Gegners kennengelernt. „Ich glaube schon, dass ich der Jüngste bin, kann es aber nicht genau sagen. Die meisten jungen Trainer, die ich kenne, sind Anfang 30“, berichtet Koffmane. Allerdings ist der flexible Abwehr- und Mittelfeldspieler schon lange dabei, an Erfahrung mangelt es ihm jedenfalls nicht. „Ich habe mit 17, 18 als Jugendtrainer angefangen und schnell Blut geleckt“, erinnert sich der Spielertrainer. Fast sieben Jahre betreute er Nachwuchsteams bei der JSG Deister Süntel United, eine Saison coachte er die Junioren des JFV Hameln. „Ich nehme mir gerne die Zeit, ab und an bei DSU vorbeizuschauen“, sagt Koffmane, der die Augen nach jungen Spielern offen hält. Im Winter stößt DSU-Keeper
Ioannis Dilgerakis zur SG, weitere Talente sollen folgen.

Neun Monate Praktikum beim VfB Stuttgart

Ein besonderes Kapitel in seiner Trainerlaufbahn erlebte der 24-Jährige vor zwei Jahren beim VfB Stuttgart. Im Rahmen seiner dreijährigen Ausbildung im Sport- und Gesundheitsmanagement verbrachte Koffmane neun Monate in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs und bekam Einblick in die Arbeit eines Profiklubs. Dabei trainierte er auch eine Jugendmannschaft der Schwaben. „Es war eine schöne Erfahrung, rauszukommen und in der Fußballschule des VfB tätig zu sein“, sagt Koffmane.

Nun konzentriert er sich auf das zukunftsorientierte Projekt der SG. Das in ihn gesetzte Vertrauen will er mit dem Klassenerhalt zurückzahlen.

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