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Schock für Gehrke und den FCE

ELDAGSEN. Am Montag ist André Gehrke zum Arzt gegangen. Im Heimspiel vor drei Wochen gegen Alfeld hatte der Kapitän und Abwehrchef von Fußball-Bezirksligist sich am Knie verletzt. „Ich gehe ja vorsichtig mit Dingen um und rechne immer eher mit dem Schlimmeren“, sagt Gehrke, „aber die Diagnose hat mich schon umgehauen.“

Mindestens die Hinrunde ist für Eldagsens Kapitän André Gehrke gelaufen. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Sie lautet: Riss des hinteren Kreuzbands im rechten Knie. Die Hinrunde ist für den 31-Jährigen damit gelaufen. Mindestens, „ich glaube, es wird auch mit dem Rest der Saison schwierig“, sagt Gehrke.

„Es ist halt so, wir werden das Fußballspielen nicht einstellen“, sagt FCE-Trainer Holger Gehrmann trotzig. Gehrke ist seit Jahren der Kopf der Mannschaft und einer der komplettesten Fußballer der Bezirksliga. Dass er nicht mehr unersetzlich ist in Eldagsen, hat der Rest der Mannschaft mittlerweile aber schon häufiger bewiesen, in den Punktspielen zuletzt gegen Harsum (2:1) und in Sarstedt (0:4) etwa, die sie auch ohne Gehrke gewannen.

Gehrmann ist es wichtig, dass sich nicht alles auf einen Spieler konzentriert, aber natürlich tut auch ihm der Ausfall von Gehrke weh. Weil er schon der dritte Spieler ist, der lange pausieren muss: Gleich zum Anfang der Saison hatte sich schon Maximilian Rülke das Kreuzband gerissen. Jan-Niklas Wintjes hatte nach zwei Hüft-OPs schon die gesamte vorige Saison verpasst – wann er wieder spielen kann, steht in den Sternen. „Wir werden die Ausfälle kompensieren, aber viel darf nicht mehr passieren“, sagt Gehrmann.

Im Auswärtsspiel bei BW Neuhof am Sonntag (15 Uhr) fehlt ihm auch Urlauber Mark Jeske. Timon Scharmann und Luca Köneke drohen wegen muskulärer Probleme auszufallen. „Ich muss die Innenverteidigung komplett umbauen, aber was sollen wir uns verrückt machen“, sagt Gehrmann.

Für Gehrke ist es die erste schwere Verletzung seiner Karriere. Gegen Alfeld war er zum Kopfball hochgesprungen, „ich bin mit dem angewinkelten Knie gegen die Hüfte meines Gegenspielers gestoßen“, erinnert er sich. Seitdem pausierte er und wähnte sich eigentlich auf dem Weg der Besserung. „Ich habe mich in Sarstedt mit warmgemacht, konnte laufen und mit links passen“, sagte er. Gespielt hätte er in keinem Fall, sagt er – mit einer so niederschmetternden Diagnose hatte er aber auch nicht gerechnet: „Ich war geschockt.“ Ob er operiert werden muss, ist noch offen, vorerst muss er eine Spezialschiene tragen.

Sein Ausfall wiegt schwer, ist für die Mannschaft aber auch die Chance zu beweisen, dass sie nicht mehr von Gehrke abhängig ist.



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