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Vielseitigkeitsreiterin ist als selbstständige Pferde-Ausbilderin zurück auf dem Hof der Familie in Boitzum

Rückkehr mit Auszeichnung

Boitzum. Training vor der eigenen Haustür: Diesen Traum hat sich Vielseitigkeitsreiterin Christin Tidow verwirklicht. Die frisch gebackene Pferdewirtschaftsmeisterin hat sich auf dem Hof der Familie selbstständig gemacht.

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Autor:

annegret Brinkmann-Thies

Boitzum. Training vor der eigenen Haustür: Diesen Traum hat sich Vielseitigkeitsreiterin Christin Tidow verwirklicht. Die frisch gebackene Pferdewirtschaftsmeisterin betreut auf dem Betrieb ihres Bruders Mark seit Kurzem nicht nur den dortigen Reitbetrieb, sie kann auch ihre eigene sportliche Karriere vorantreiben.

Mit zehn Berittpferden arbeitet die 24-Jährige ab Januar auf dem Tidowschen Hof. Die Vier- bis Achtjährigen kommen aus verschiedenen Bundesländern zur Aus- und Weiterbildung nach Boitzum. Hier finden sich ideale Trainingsbedingungen, erzählt Tidow. Neben einem Spring- und Dressurplatz soll schon bald auch ein Geländeplatz angelegt werden. „Vielseitigkeitspferde müssen mutig und leistungsbereit sein“, erklärt sie. Und sie müssen Spaß am Laufen haben.

So wie ihr eigener Halbblüter „Calm Man“. Mit dem siebenjährigen Oldenburger möchte Tidow – Springes Sportlerin des Jahres 2009 – in diesem Jahr in Richtung Ein-Sterne-Prüfungen gehen. Und sie hat sich noch mehr Ziele gesteckt: Den Saisonauftakt in der Vielseitigkeit in Hannover im März hat Tidow dabei fest im Blick. Ebenso wie den Abschluss der Saison 2016: Dann soll es zur Zwei-Sterne-Prüfung nach Langenhagen gehen.

Und auch auf dem Bundeschampionat, das alljährlich in Warendorf ausgetragen wird, will sie mit einem der Berittpferde an den Start gehen. In diesem Jahr ist Tidow dort mit „Hulingshofs Jogi“ Dritte geworden. Sie holte zudem diverse Platzierungen bei Ein- und Zwei-Sterne-Starts.

Viel gelernt hat die junge Reiterin nicht zuletzt bei Mannschafts-Olympiasieger Andreas Dibowski. Zwei Jahre war sie dort bis zum September angestellt. „Ich habe da sehr viel mitgenommen“, ist Tidow dankbar für die Ausbildungsmöglichkeiten. In dieser Zeit schaffte sie auch den Sprung zu den Drei-Sterne-Prüfungen. Und sie absolvierte zugleich ihre Meisterprüfung als Pferdewirtschaftsmeisterin, Schwerpunkt Reitausbildung – so erfolgreich, dass sie für herausragende Leistungen mit der Stensbeck-Plakette in Silber ausgezeichnet wurde. In Bronze hatte Tidow diese Plakette bereits nach ihrer Ausbildung als Pferdewirtin bekommen. Bis Februar 2013 war sie für zwei Jahre Mitglied in der Sportfördergruppe der Bundeswehr, wo Andreas Ostholt als reitsportlicher Leiter auch für die Sportsoldaten verantwortlich war.

Sowohl mit Ostholt als auch mit Dibowski steht Tidow noch in engem Kontakt und fährt auch zum Training zu beiden Ausbildern. Und bleibt zugleich ihren heimischen Trainern treu. Im Springen wird sie von Herbert Rathgeber und in der Dressur von Fritz Fricke trainiert. Und auch auf den heimischen Turnierplätzen wird man Christin Tidow nun wieder sehen. Für die ersten Hallenturniere der kommenden Saison möchte sie nennen. „Das ist eine gute Vorbereitung für die Pferde“, sagt die 24-Jährige.

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