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Rückblick auf 100 Jahre Leichtathletik bei „Friesen“ Bakede

BAKEDE. Leichtathletik gibt es beim MTV „Friesen“ Bakede schon seit 100 Jahren – dieses Jubiläum wurde jetzt im Rahmen des Mehrkampftags gefeiert, der allerdings beinahe im Regen versank.

Karl Lüders (v. l.), Uta Meyer und Bakedes „Mister Leichtathletik“, Siegfried Tribbensee, hören gespannt zu. Foto: Mensing

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Gert Mensing Reporter

Auf dem Sportplatz konnten lediglich die Wurfdisziplinen durchgeführt werden, den weiteren Ablauf verschoben die Verantwortlichen in die benachbarte Sporthalle.

Das dort aufgebaute kulinarische Angebot rückte dabei in den Hintergrund. Auch eine Ausstellung, die Bakedes „Mister Leichtathletik“, Siegfried Tribbensee, für die erfolgreiche Bilanz seit der Neugründung 1969 mühsam aufgebaut hatte, blieb weitgehend unbeachtet. Denn viele suchten im Vereinsgebäude am Sportplatz eher Schutz vor den Wassermassen.

Dennoch wurde es gemütlich, als sich rund 50 Kinder auf den Turnhallenboden vor ihre stehenden Eltern hockten und dem Vortrag von Heike Springer lauschten. Die MTV-Vorsitzende blickte kurz auf die Geschichte der Leichtathletik im Ort zurück, die laut ersten Überlieferungen bereits 1919 begann. Mit 13 Aktiven startete man bei einem Sportfest in Rodenberg, und jeder „Friese“ gewann in seiner Disziplin.

Seit 37 Jahren Trainer: Dafür gibt’s für Ralf Dahlbock Blumen von „Friesen“-Chefin Heike Springer. Foto: Mensing

Vor 50 Jahren, im Jahr 1969, begann aber der eigentliche Erfolgsweg. Siegfried Tribbensee, damals seit kurzer Zeit als Lehrer im Ort tätig, bildete im Schulunterricht Athleten aus, die gemeinsam beim MTV „Friesen“ eine Heimat fanden. Es dauerte nicht lange, schon war man, zumindest im Nachwuchssektor, die Nummer eins im Kreis Springe und weit über dessen Grenzen hinaus.

Bezirks- und Landesmeistertitel standen auf der Tagesordnung, aber auch viele Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften. Unvergessen bleibt der Erfolg von Jonna Tilgner, die mit der deutschen 4 x 400-Meter-Staffel im Endlauf der Olympischen Spiele 2008 in Peking stand. Oder die vielen Jahre der gegenseitigen Besuche mit Sportlern aus Schweden.

Als Siegfried Tribbensee in den Ruhestand ging, begann ein schwieriger Neuaufbau, der aber unter der derzeitigen Leitung von Rosi Emmermacher wieder auf die Erfolgsspur zurückgekehrt ist. Nicht unerwähnt ließ Heike Springer, dass mit Ralf Dahlbock ein hauptamtlicher Trainer zur Verfügung steht. Dahlbock leitet inzwischen seit 37 Jahren das Training der „Friesen“ und bekam dafür Blumen mit Gutschein „für die Gartenarbeit“ überreicht.

Gespannt hörten sich der langjährige MTV-Vorsitzende Karl Lüders, Ehrenmitglied Siegfried Tribbensee und die langjährige Gymnastik-Leiterin und heutige Sportabzeichen-Verantwortliche Uta Meyer den Rückblick an. Ebenso wie Bad Münders Bürgermeister Hartmut Büttner mit seinem Stellvertreter Peter Meyer sowie Ortsbürgermeister Rolf Wittich. Büttner zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl der Nachwuchssportler, die trotz des Regenwetters den Wettkampf nicht gescheut hatten.

Dabei war das nur ein kleiner Teil, denn die älteren Jahrgänge gingen erst nach dem Festakt an den Start und erfüllten die Bedingungen für das Mehrkampfabzeichen.



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