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Rot gegen Deutsch trübt die Freude

Springe. Es kam keine rechte Freude auf bei den Drittliga-Handballern der HF Springe nach dem souveränen 28:23 (18:11)-Auswärtssieg bei Aufsteiger ATSV Habenhausen. Denn in der Schlussminute – als die Partie längst entschieden war – wurde Kapitän Daniel Deutsch disqualifiziert. Weil Rote Karten in den letzten 60 Sekunden gemäß dem Regelwerk immer mit einer Sperre verbunden sind, fehlt Deutsch in den kommenden Spitzenspielen gegen Henstedt-Ulzburg und Lemgo II.

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„Das ist richtig bitter“, sagt der HF-Mittelmann, der die Bestrafung überzogen findet: „Ich komme bei zehn Metern von vorne und treffe meinen Gegenspieler an der Brust, das ist eigentlich keine Rote Karte“, sagt er. Torwart Mustafa Wendland war schon vorher disqualifiziert worden. Kurz nachdem er Jendrik Meyer abgelöst hatte, missglückte ihm eine Abwehraktion außerhalb des Sechs-Meter-Raums. Nach den neuen Regeln gibt es dafür immer Rot, allerdings ohne Sperre – Wendland kann in den nächsten Spielen dabei sein.

Zum Spiel: Die Gäste begannen „etwas pomadig“, so Deutsch, setzten sich aber dank eines starken Meyer im Tor und einer guten Abwehr davor von 4:4 (9.) auf 11:4 (17.) ab. Springe schaffte es nach der Pause nicht, die Konzentration hochzuhalten. Eng wurde es nicht, auf weniger als vier Tore kamen die kampfstarken Gastgeber nicht heran. „Aber es war kein schönes Spiel mehr“, so Deutsch, „wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass wir verlieren könnten.“

Ein starkes Comeback nach dreiwöchiger Verletzungspause gab Claus Karpstein, der aus dem rechten Rückraum fünfmal traf.

HF Springe: Meyer, Wendland – Pietak (9/2), Karpstein (5), Bosy (5), Dobardzijev (4), Hinz (3), Deutsch (1), Brand (1), Kolditz, Gorpishin, Borgmann, Reese.jab

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