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Rocken mit Eleanor

Springe. Am Sonnabend wird Lukas Hoffmann volljährig. „Das wird die letzte große Party vor der Saison“, sagt der Mountainbiker vom Team Springe. Die Vorbereitung auf das Renn-Jahr läuft freilich schon eine ganze Weile für Springes Sportler des Jahres – davon hält ihn auch der hartnäckige Winter nicht ab.

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Das Grundlagen-Training hat Hoffmann, der für das „Rapiro-Racing-Team“ aus Bad Salzdetfurth startet, schon fast hinter sich. Ergebnis: „Es hätte mehr sein können“, gibt der 17-Jährige zu – die Schule und eine Weisheitszahn-OP ließen mehr allerdings nicht zu. Am Oster-Wochenende machte er wegen einer Erkältung zwei Tage Pause. „Das fiel mir nicht leicht“, sagt er, „denn an dem Wochenende war der Bundesliga-Auftakt in Bad Säckingen.“ Dort wäre er ohnehin nicht gestartet – bei den Deutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr stürzte er auf der Strecke an der Schweizer Grenze. „Außerdem habe ich ein neues Rad, da ist man anfangs immer vorsichtiger“, so Hoffmann.

„Eleanor“ hat er seine neue Rennmaschine getauft. „Ich bin richtig verliebt“, sagt er lachend. Er fährt jetzt auf 29-Zoll- statt bisher 26-Zoll-Rädern. „Das bedeutet mehr rotierende Masse und damit mehr Tempo“, erklärt er. „Bei Abfahrten bin ich damit locker sechs bis sieben Sekunden schneller als mit dem alten Rad.“ Einziger Nachteil: „Es ist schwerer zu beschleunigen.“

Noch bolzt Hoffmann hauptsächlich Kondition: mit dem Rennrad auf der Straße und mit „Eleanor“ im verschneiten Deister. Die Trainingspläne hat sein Springer Trainer Stefan Mindt ausgearbeitet. Er hofft, dass der Schnee bald schmilzt, damit er ins Belastungstraining übergehen kann. Oder wie er es ausdrückt: „Rocken.“ Das Wörtchen hat er sich als Erinnerung auf den Rahmen direkt unter den Lenker geklebt – damit er es nicht vergisst.

Am kommenden Wochenende bestreitet er beim Kyffhäuser Berglauf sein erstes Rennen in diesem Jahr. „Das sehe ich aber noch als Training“, sagt Hoffmann. Richtig los geht es Anfang Mai beim NRW-Cup in Haltern. In der Bundesliga tritt er in dieser Saison nur einmal an: Am 7. Juli bei seinem Lieblingsrennen in Saalhausen. Eine Woche später steigen auf seiner Hausstrecke in Bad Salzdetfurth die Deutschen Meisterschaften – darauf ist seine komplette Saisonplanung ausgerichtet: „An den beiden Wochenenden will ich auf dem Zenith sein“, sagt Hoffmann.

Ansonsten freut er sich auf den „Deutschland-Cup“, eine neue Rennserie. „Es ist eine Art 2. Bundesliga“, sagt er, „das ist ideal für mich.“ Denn bei den Bundesliga-Rennen sind zum Teil internationale Spitzenfahrer am Start, Hoffmanns beste Platzierung in seiner Premierensaison war ein 29. Rang. „Es macht mehr Sinn, in der 2. Liga vielleicht auch mal in die Top 15 zu fahren“, so Hoffmann.



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