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Julian Dettmer ist für den FCS unverzichtbar

Präsent, engagiert – und wurfgewaltig

Fußball (jab). Man sieht sich immer zweimal im Leben. Vor drei Jahren hatte Franz Genschick, damals noch Trainer bei Bezirksoberligist Egestorf-Langreder, ein Auge auf Eimbeckhausens Julian Dettmer geworfen. Der arbeitete damals allerdings noch im Schichtdienst und ging zu Bezirksligist FC Springe. Dort ist mittlerweile Genschick Trainer – und schwer begeistert von seinem Abwehrchef: „Er ist sehr präsent und engagiert“, lobt der Coach. So engagiert, dass Dettmer seine Leistenbeschwerden vor dem Halvestorf-Spiel am Ostermontag mit Schmerzmitteln betäubte. Das wird er auch vor der Partie am Sonnabend (16 Uhr) gegen den TSV Kirchbrak tun.

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„Der Trainer sagt, wenn wir oben dranbleiben wollen, kann er auf mich nicht verzichten“, so Dettmer grinsend. Zumindest Platz zwei hat Genschick noch nicht aus den Augen verloren. Deshalb fordert er aus den Spielen gegen Kirchbrak und am Dienstag gegen Tündern II sechs Punkte, „egal, wie die Personalsituation aussieht“. Neben Dettmer sind auch Torwart Daniel Hake und Sascha Buchholz angeschlagen. Oliver Geide (Blinddarm-OP), Sascha Nieber (Oberschenkel-Zerrung) und Hussein Faour, der nach seiner Notbremse gegen Halvestorf vier Spiele aussetzen muss, fehlen.

Drei Gründe mehr für Dettmer, sich trotz der Schmerzen, die ihn vor allem nach den Spielen plagen, nicht zu schonen. „Wenn wir unter die ersten Vier kommen wollen, müssen wir noch viel tun“, sagt er. Im Großen und Ganzen ist er aber mit der bisherigen Saison zufrieden: „Wir haben es geschafft, junge Spieler zu integrieren, und ein Gerüst zu finden“, sagt er. Spielerisch sei allerdings noch Luft nach oben: „Wenn man ehrlich ist, haben wir bislang kein Spiel klar dominiert.“ Die Konstanz fehle noch, „aber wir haben das Glück des Tüchtigen. Wir können uns darauf verlassen, dass wir fit sind ohne Ende“. Dafür gab es bislang auch keine deutlichen Klatschen: „Wenn wir verloren haben wussten wir: Wir haben uns zu doof angestellt.“ Ausnahme: Das 1:5 im Hinspiel in Kirchbrak, „da war ich allerdings nicht dabei“, so Dettmer.

Der wird im Mannschaftskreis nur „Langer“ genannt und ist in der ganzen Liga berüchtigt für seine langen Einwürfe, die fast wie Flanken in den Strafraum segeln. Die Wurfkraft kommt nicht allein von den langen Armen, „es kommt auch auf die Technik an“, sagt der 28-jährige Altenhägener. Als Kind habe er die Einwürfe immer falsch gemacht. „Mein Vater, der damals auch mein Jugendtrainer war, hat sie dann bei uns im Garten immer geübt“. Sonderschichten, die sich gelohnt haben.

Kirchbrak zählte vor der Winterpause noch zu den direkten Konkurrenten der Springer. In diesem Jahr haben sie aus vier Spielen allerdings noch keinen Punkt geholt und erst zwei Tore geschossen.



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