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Positive Saison: FC Springe zieht Bilanz

SPRINGE. Die erste Saison in der Kreisliga Hannover liegt hinter dem FC Springe. Mit 53 Punkten und Platz sechs hat die Mannschaft von Trainer Ricardo Diaz Garcia die Erwartungen erfüllt, obwohl sie mit dem Titelkampf nichts zu tun hatte.

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dennis scharf

„Zu Saisonbeginn standen wir im Niemandsland. Wir haben erklärt, dass wir nicht unten reinrutschen wollen. Daher haben wir unsere Ziele erreicht, nachdem wir viele Spieler nach dem Abstieg aus der Bezirksliga verloren haben. Wir haben besser abgeschnitten als gedacht“, sagt Diaz Garcia.

In der kommenden Spielzeit will der Coach mit seinem Team an ein paar Stellschrauben drehen, die zu einem noch besseren Ergebnis führen sollen. Erster Ansatzpunkt ist dabei das Torverhältnis, das mit 78:62 doch etwas kurios ausfiel. In der Offensive sind nur vier Kontrahenten gefährlicher gewesen, doch in der oberen Tabellenhälfte hat kein Team mehr Gegentore hinnehmen müssen als der Bezirksliga-Absteiger. „Darüber darf man gar nicht nachdenken“, sagt der Coach und meint exakt das Gegenteil. „Wenn man oben mitspielen will, sollte man möglichst häufig zu null spielen. Wer die wenigsten Gegentore kassiert, wird oft Meister“, betont Diaz Garcia.

So weit sei seine Mannschaft aber noch nicht. Ein Grund ist die mangelnde Erfahrung im Herrenbereich. Denn auch in diesem Sommer wird sich der FC Springe weiter verjüngen. Aus dem eigenen Nachwuchs rücken zehn bis zwölf A-Junioren auf. „Mit der richtigen Einstellung können uns drei bis vier Spieler sofort weiterhelfen und den nächsten Schritt gehen“, sagt der Trainer. Sie sollen dem Beispiel von Tom Arlt folgen, der in seiner erst zweiten Saison im Herrenbereich bereits zu einem Leistungsträger aufgestiegen ist. „Er hat seine Chance genutzt und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Er war bei jeder Trainingseinheit dabei und überzeugt mit Übersicht und Ruhe am Ball“, lobt Diaz Garcia.

Aus der Not wollen die Springer in Zukunft eine Tugend machen: Die Ausbildung junger Talente steht auf der Prioritätenliste des Trainers ganz oben. „Die körperliche Robustheit bringen alle mit. Nun müssen die technischen Fähigkeiten in Geschwindigkeit umgewandelt und die Handlungsschnelligkeit verbessert werden“, weiß Diaz Garcia. Zudem müsse an der Kommunikation auf dem Platz sowie der Spielphilosophie gefeilt werden. Auch die Chancenverwertung ist durchaus ausbaufähig. „Bei Kontern agieren wir zu umständlich, halten den Ball oft zu lange. Wenn wir nicht so viele Chancen verballern, könnten wir doppelt so viele Tore schießen.“

Der Kapitän wird bei der Verwirklichung der Ziele jedoch nicht mehr regelmäßig zur Verfügung stehen. André Buchholz hat den Posten des Co-Trainers bei der U19 des TSV Havelse unter Cheftrainer Stefan Gehrke übernommen und wird daher sportlich kürzertreten müssen. Auch Jan Buchholz verlässt den Verein und schließt sich der SG Kirchwehren/Lathwehren an. Externe Neuzugänge gibt es noch nicht. „Wir sind nicht explizit auf der Suche. Aber falls jemand zu uns kommen will, würden wir ihn nicht wegschicken“, so Diaz Garcia.



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