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Paraschiv verlässt den FC Eldagsen am Saisonende

ELDAGSEN. Für Eimbeckhausen erzielte Cezar Parashiv in der Fußball-Saison 2014/15 fünfzehn Tore, für Pegestorf ein Jahr später zwanzig. Seit dieser Saison spielt der 26-Jährige bei Landesligist FC Eldagsen – und traf erst vier Mal. Das ist aber nicht der Grund, warum er den FCE nach nur einem Jahr wieder verlässt.

Cezar Paraschiv verlässt die Eldagsener nach nur einer Saison wieder. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Paraschiv wohnt in Hameln, die Fahrten zum Training nehmen viel Zeit in Anspruch – Zeit, die er künftig lieber mit seiner Frau und den beiden Töchtern (drei und fünf Jahre alt) verbringen möchte. Vorher möchte er mit Eldagsen aber noch den Klassenerhalt schaffen. „Und noch ein paar Tore machen.“

Seine drei Hinrunden-Treffer erzielte Paraschiv am zweiten, dritten und vierten Spieltag – sein viertes Tor machte er erst in der ersten Partie nach der Winterpause, dem 1:3 in Krähenwinkel. „Am Anfang habe ich in der Spitze gespielt und schnell getroffen“, sagt er. Dann wurde er von FCE-Trainer Michael Wehmann auf die linke Außenbahn beordert. „Da muss ich mehr nach hinten arbeiten und habe nicht mehr so viel Kraft für das Spiel nach vorn“, so Paraschiv.

Er wurde in Rumänien geboren, hat aber den deutschen Pass, „weil mein Urgroßvater Deutscher war“, erzählt er. Das Fußballspielen lernte er in der Jugend von Rapid Bukarest, ein Jahr spielte er beim FC Farul Constanta in der 2. Liga Rumäniens, „die ist vergleichbar mit der deutschen Regionalliga“.

Seit zweieinhalb Jahren lebt Paraschiv in Deutschland. In Hameln arbeitet er als Sportlehrer in Integrationsprojekten und hilft rumänischen Landsleuten dabei, die Sprache ihrer und seiner neuen Heimat zu lernen. Und in der kommenden Saison wird er wohl auch wieder im Kreis Hameln-Pyrmont Fußball spielen: „Ich habe Angebote von Landes- und Bezirksligisten“, sagt er.

Bis dahin will sich Paraschiv für den FCE aber voll reinhängen. Als nächstes morgen im ersten Heimspiel des Jahres gegen den TSV Pattensen (16 Uhr). Der TSV gewann unter der Woche bei Aufstiegsaspirant Ramlingen. „Das ist schon eine Hausnummer“, sagt FCE-Coach Wehmann, „das wird eine harte Nummer für uns.“

Weil es seinem Team bislang an Durchschlagskraft in der Offensive mangelt – und Pattensen eine der stärksten Abwehrreihen der Liga stellt –, „wäre es eine Option, André Gehrke aus der Innenverteidigung einige Positionen weiter vorzuziehen“, sagt Wehmann, der weiterhin auf die Dauerverletzten Steven Berger, Yannik Gronau, Lucas Brünig und Alexander Schröder verzichten muss.

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