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Ole Söffker erhält einen Einblick ins Profigeschäft

HACHMÜHLEN. Welcher Nachwuchsfußballer träumt ihn nicht, den Traum von der Profikarriere? Ole Söffker hatte ihn natürlich auch – als Spieler hat der 16-Jährige ihn allerdings ad acta gelegt. Ambitionen an anderer Stelle in der großen Sportwelt einzusteigen, hat der Hachmühlener aber schon.

Ole Söffker aus Hachmühlen hat die Ausbildung zum Junior-Coach abgeschlossen – und durfte Profitrainer Bruno Labbadia interviewen. Foto: Hielscher
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Einen Einblick erhielt er jetzt einen Tag lang beim Bundesligisten VfL Wolfsburg, wo er unter anderem Profitrainer Bruno Labbadia interviewte.

Der hatte eigentlich nur zehn Minuten Zeit, „und die Pressesprecherin drängte auch schon, dass wir zum Ende kommen sollten“, sagt Söffker, „aber er hat danach uns noch ausgefragt, wollte wissen, welche Pläne wir haben.“ Das habe ihn schon beeindruckt – und motiviert.

Dabei mangelt es dem 16-Jährigen an Motivation ohnehin nicht. Er hat am Projekt „Junior-Coach“ des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) teilgenommen. Den dreiteiligen Lehrgang schloss er vor knapp zwei Wochen mit der Trainer-C-Lizenz ab. Alle Junior-Coaches konnten an einer Verlosung teilnehmen – und Söffker war einer von drei Gewinnern. So kam es, dass er von VW gemeinsam mit zwei weiteren Junior-Coaches zu einem Tag beim VfL Wolfsburg eingeladen wurde.

Kreisauswahl, Stützpunkt- und Spezial-Stützpunkttraining – Söffker hat als Spieler schon viel erreicht. Die Aussicht, Profi zu werden, war ihm aber zu vage – und der Aufwand dafür zu hoch. Also spielt er jetzt „nur“ noch bei den A-Junioren von Deister-Süntel United in der Kreisliga. Und er engagiert sich als Coach. Bei den DSU-E-Junioren ist er Co-Trainer. In einer Springer Tanzschule hilft er zudem als Assistent beim Kindertanzen. „Die Arbeit mit Kindern im Sport begeistert mich einfach“, sagt der Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums, für das er anlässlich des 50-jährigen Bestehens nebenbei noch ein Schulfußballturnier im September organisiert. Wie gesagt: An Motivation mangelt es Söffker nun wirklich nicht.

In Wolfsburg durfte er das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) besichtigen und beim U16-Training zuschauen – mit den Trainern durfte er danach auch sprechen. Was ihn beeindruckte: „Schule ist da ganz wichtig, wer ans NLZ will, muss seine letzten drei Zeugnisse vorlegen“, sagt er. Nach dem Mittagessen mit den Nachwuchsspielern durften die drei Junior-Coaches auch beim Training der Profis zusehen. Auffällig: „Das meiste machen die Co-Trainer, Labbadia hat alles beobachtet.“

Wie wichtig der Einfluss des Trainers für eine Mannschaft ist, hat der Junior- den Bundesliga-Coach gefragt. „Die Anwort fand ich interessant“, sagt der 16-Jährige, „als Spieler fand er das nämlich noch nicht so wichtig – das hat sich erst geändert, seit er selbst Trainer ist.“

Das Stadion des VfL durften die Nachwuchstrainer auch besichtigen. Als sie durch den Spielertunnel aufs Feld gehen durften, und dabei die Einlaufmusik und das Wolfsgeheul eingespielt wurden, „hatte ich echt Gänsehaut“, sagt Söffker – mit der Profikarriere hat er trotzdem abgeschlossen.

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