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Nur ein paar kleine Erinnerungslücken

Springe. Die Erinnerung ist lückenhaft an die letzte Minute des Endspiels der Fußball-Stadtmeisterschaft. „Ich weiß noch, dass ich auf den Spieler zugelaufen bin und den Halt verloren habe. Dann habe ich noch sein Knie kommen sehen“, sagt Marco Elias vom FC Springe, „und dann habe ich ziemlich viel Blut gespuckt.“ Die Verletzung nach dem Zusammenprall mit Eldagsens Till Engelhardt war im Nachhinein weniger schlimm als befürchtet. Die geplatzte Unterlippe wurde genäht, die Fäden sind mittlerweile aber wieder raus. Der geprellte Kiefer schmerzt auch nicht mehr. Schon im Bezirkspokal-Derby am vorigen Wochenende kam Elias zu einem Kurzeinsatz. Zum Bezirksliga-Start morgen (16 Uhr) daheim gegen die SG Letter könnte er wieder in der Startelf stehen.

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Denn Manuel Kumbu-Konde ist nach seiner Roten Karte bei den Stadtmeisterschaften für noch drei Pflichtspiele gesperrt. Der Einsatz von Steve Goede ist wegen einer Wadenverletzung sehr fraglich. Auch André Buchholz droht nach einer Trainingsverletzung auszufallen. „Hoffentlich ist es kein Muskelfaserriss“, sagt Trainer Markus Wienecke, der wieder auf Marvin Wächter und Huy Hoang Tran zurückgreifen kann. Auch Kay Weddecke trainiert wieder und kann auf einen Kurzeinsatz hoffen. Im Gegensatz zu Abudi Remmov, der sich im Derby erneut am Knie verletzte: „Gerissen ist nichts“, sagt Wienecke, „aber er hat Schmerzen.“

Letter ist für den Springer Trainer ein unbeschriebenes Blatt. „Aber wir wollen es ähnlich machen wie gegen Eldagsen und uns nicht nach dem Gegner richten“, sagt er. Im Derby stimmte die Einstellung beim FCS, auch spielerisch zeigte die neu formierte Mannschaft gute Ansätze. „Es wäre toll, wenn wir die Leistung bestätigen“, sagt Wienecke, „die Stimmung im Training deutet darauf hin, dass es keine Eintagsfliege war. Alle geben richtig Gas.“

Wie auch Elias, der vor der vergangenen Saison gemeinsam mit Wienecke von Kreisligist Rohden-Segelhorst kam. Es sei nicht so leicht gewesen, sich beim FCS einzuleben, sagt der 23-Jährige: „Ich kam aus einer Dorfmannschaft, wo alle sich schon ewig kennen und privat viel miteinander machen“, erzählt er. In Springe sei das nicht so gewesen, „mittlerweile machen wir aber öfter was zusammen“.

Auch auf dem Platz musste Elias sich umgewöhnen. In Rohden war er der Torjäger, in Springe funktionierte Wienecke ihn zum Mittelfeldspieler um. „Ich habe mich damit abgefunden“, sagt er, „und ich sehe die Vorteile auf der Position: Ich trage mehr zum Spiel bei. Es ist zwar mehr Laufarbeit, macht aber Spaß.“ Einen „Riesensprung mach vorne“ habe Elias gemacht, sagt Wienecke. Das gelte für die ganze Mannschaft, sagt Elias: „Wir haben zwar gute Spieler verloren, aber die haben wir gut ersetzt. Ich glaube, wir haben an Potenzial gewonnen.“



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