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Vorstand nimmt Rücktrittsangebot von Trainer Markus Wienecke an / Krone als Interimscoach

Notbremse beim FC

Springe. Schluss, aus und vorbei: Markus Wienecke und der Bezirksligist FC Springe gehen ab sofort getrennte Wege. Man habe ein Rücktrittsangebot des Trainers angenommen, sagt Clubchef Hans-Joachim Meier. Der Vertrag sei in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst worden. Bis zur Winterpause soll jetzt Vereinsvize Christian Krone das Training leiten und den drohenden Abstieg verhindern helfen.

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Autor:

Dieter Gömann

Auslöser für das klärende Gespräch, an dessen Ende die Trennung stand, war die deprimierende 0:4-Niederlage zum Rückrundenstart am vergangenen Sonntag beim neuen Tabellensiebten SG Letter. Durch die Pleite ist der FC bis auf zwei Zähler an den ersten Abstiegsplatz herangerückt.

In der gemeinsamen Unterredung sei der bisherige Saisonverlauf analysiert worden. „Trotz der 18 erreichten Punkte steht die Mannschaft aktuell auf einem Relegationsplatz“, verdeutlichte Meier. Gleichwohl sei man zu dem Schluss gekommen, dass die Mannschaft „frischen Wind“ brauche, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Man habe daher Wieneckes Angebot, mit sofortiger Wirkung zurückzutreten, angenommen. Bis zur Winterpause soll nun Christian Krone das Ruder übernehmen, der Erfahrung als Trainer der A-Junioren in der Bezirksliga und der Herren-Reserve gesammelt hat.

Auch nach Wieneckes Weggang will der Verein an seiner Philosophie, mit jungen Spielern zu arbeiten, festhalten, wie Meier ankündigte.

Der zurückgetretene Coach sieht die Mannschaft keinesfalls auf verlorenem Posten und durchaus Bezirksliga-tauglich. Das Team stehe derzeit zwar im Tabellenkeller. In einer anderen, weniger schweren Staffel befände man sich mit diesem Punktestand aber im Mittelfeld, sagt er. Die letzten drei Niederlagen spiegelten nicht das tatsächliche Leistungsniveau der Elf wider.

Persönlich habe er sich nichts vorzuwerfen, so Wienecke. „Ich befand mich mit der Mannschaft auf dem richtigen Weg“, ist er überzeugt, „die jungen Spieler konnten aber nicht auf Dauer Bezirksligaleistungen erbringen. Die Unruhe von außen sorgte für das Übrige.“ Erfahrenen Spielern wie Ruven Klimke, Sascha und André Buchholz sei es auch nicht gelungen, die Mannschaft so zu führen, dass alle mitgerissen worden wären.

„Ich habe für mich die Notbremse gezogen“, sagt Wienecke. Er sei sich gleichwohl sicher, dass die Mannschaft den Klassenerhalt schafft. Er selbst werde vorerst eine schöpferische Pause einlegen.

Der Coach war als Nachfolger von Franz Genschick im Juli vergangenen Jahres zum Club geholt und mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet worden. Der 42-Jährige hatte zuvor den TuS Rohden-Segelhorst in der Kreisliga Hameln-Pyrmont trainiert. Bei seinem Start in Springe hatte er angekündigt, „modernen Fußball mit Viererkette“ spielen und auf die eigene Jugend setzen zu wollen. Für diese Saison hatte er Tabellenplatz zwei bis sechs als Ziel ausgegeben. Tatsächlich stehen die Schwarz-weißen nun auf Rang 13 und müssen gegen den Abstieg kämpfen.

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