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Noch nicht reif für den Titel

Iserlohn. Für ganz oben reicht es noch nicht bei Rollhockey-Erstligist SC Bison Calenberg. Der Angriff des Tabellendritten beim bis dahin punktgleichen Spitzenreiter ERG Iserlohn wurde abgewehrt – und das überdeutlich mit 8:1 (5:1). Die Bisons tragen es mit Fassung: „In Iserlohn darf man verlieren“, sagt etwa Leif Johansson, „wir wundern uns ja selber dass wir schon so viele Punkte haben.“ Den dritten Platz wollen die als Abstiegskandidat in die Saison gestarteten Eldagsener jetzt verteidigen – mehr ist vor allem angesichts der deutlich besseren Tordifferenzen von Iserlohn und Herringen voraussichtlich nicht drin.

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„Wenn wir von den letzten vier Spielen noch zwei gewinnen, sollte es reichen“, sagt Torjäger Milan Brandt, der einen Sieg schon am kommenden Wochenende daheim gegen Remscheid einplant. Ob er dann selbst dabei sein kann, ist fraglich. Denn in Iserlohn musste er eine Viertelstunde vor Schluss verletzt in die Kabine getragen werden. „Ich bin mit dem Standbein weggerutscht und habe mir das Knie verdreht“, berichtet Brandt, der hofft, dass die Außenbänder nicht zu stark in Mitleidenschaft gezogen sind – die Diagnose steht noch aus.

Das Spiel begann nach Wunsch für die Gäste. Die Bisons, unterstützt von 50 mitgereisten Fans, begannen konzentriert. Die große Chance zur Führung durch einen Strafstoß nach Foul an Joao Rocha ließ Brandt noch aus (4.). Auch die zweiminütige Überzahl nutzte der SCBC nicht. Nach einem Konter, den Brandt mit dem Rücken zum Tor stehend abschloss, gingen die Bisons aber doch in Führung (9.).

Die hielt nicht lange. Der überragende Andre Costa legte Timon Henke den Ausgleich auf (11.). In der 19. Minute sorgte er mit zwei Distanzschüssen, bei denen Bison-Keeper Joey van den Dungen jeweils von vor dem Tor lauernden Angreifern die Sicht genommen war, endgültig für die Wende. Jorge Fonseca (21.) und erneut Costa (24.) entschieden die Partie noch vor der Pause.

Bison-Trainer Tonny van den Dungen ließ angesichts des klaren Rückstands in der zweiten Hälfte rotieren. So sammelte etwa Torwart Tim Richter Spielpraxis – er kassierte zwei schnelle Gegentore durch Carlos Nunez (29., 32.), verhinderte danach aber eine höhere Niederlage. und machte seine Sache gut. Nur Jorge Fonseca (47.) überwand ihn noch. „Wir waren nach der Führung nicht konzentriert genug“, so Brandt selbstkritisch, „jetzt wissen wir wenigstens, wo wir stehen.“

SC Bison: J. van den Dungen, Richter – Rocha, R. van den Dungen, Haas, Doomernik, L. Johansson, R. Johansson, Brandt, Luther.



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