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Nils Moldehn hofft auf eine Tenniskarriere

In der Tennis-Weltspitze ist kaum ein Spieler kleiner als 1,85 Meter. Körpergröße scheint zu helfen auf dem Weg ins Profigeschäft. Bei Nils Moldehn geht es mit dem Wachstum gerade etwas zu schnell. Zehn Zentimeter länger geworden ist er in einem Jahr – und hat Rückenprobleme bekommen. Profi will er immer noch werden.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Beim „Windmill-Cup“ im niederländischen Velp in der vorigen Woche musste Nils wegen der Rückenprobleme in seinem ersten Nebenrundenspiel aufgeben. Am Montag will er es aber wieder versuchen: beim internationalen Turnier in Düren bei Aachen.

In diesem Jahr zum ersten Mal bei der DM

Der 14-Jährige vom TV Eldagsen ist das größte Tennistalent in der Region. Er schaffte es in diesem Jahr sogar erstmals zur Deutschen U14-Meisterschaft nach Ludwigshafen. Er scheiterte zwar in der ersten Runde, „aber gegen die Nummer 9 in Deutschland in drei Sätzen“, sagt er zufrieden. Nils selbst ist in der Deutschen U14-Rangliste an Position 40 notiert.

Seit er sieben war, spielt er regelmäßig Turniere – weil seine Mutter sich damals den Fuß gebrochen hatte und der Familienurlaub deswegen ausfiel, fing er damals an. Seitdem ging es immer weiter bergauf. Für seinen Heimatverein TV Eldagsen spielt er mittlerweile nicht mehr, sondern für den DTV Hannover. Mit dem B-Jugendteam des DTV wurde er in diesem Sommer souveräner Verbandsliga-Staffelsieger.

Daneben spielt er etliche Turniere. Im vergangenen Jahr trat er zwölfmal bei „Tennis Europe“-Events an. Dahinter verbirgt sich eine Serie von Jugend-Turnieren, die organisiert sind wie auf der Profi-Tour. „Mit nur einem Spiel pro Tag“, sagt Vater Rolf Moldehn. Dadurch können die Turniere sich freilich hinziehen – und die Kosten steigen.

Kleinere Sponsoren hat er schon, etwa einen Saiten- und einen Schlägerhersteller. Unterstützung vom Verband gibt es bislang nur beim Training: Zweimal in der Woche steht Nils an der Tennisbase des Niedersächsischen Tennisverbandes in Hannover auf dem Platz. Sein zuständiger Landestrainer: Nicolas Kiefer, einst die Nummer 4 der Weltrangliste. Einmal trainiert Nils aber auch noch bei seinem Jugendtrainer Dule Hot in Eldagsen.

Obwohl er so viel in Sachen Tennis unterwegs ist: In der Schule läuft es bei Nils, der nach den Ferien die neunte Klasse am OHG besucht. „Die Lehrer meinen es gut mit ihm und unterstützen ihn“, sagt Mutter Ulrike.

Training bei Nicolas Kiefer Zuletzt in Velp hatte sich Nils mit drei klaren Siegen durch die Qualifikation gespielt. In Düren steht er direkt im Hauptfeld – und kann dadurch zwei Tage länger seine Rückenverletzung auskurieren. „Aggressiver Vorhand-Topspin“, nennt der 14-jährige Rechtshänder als seine stärkste Waffe. „In etwa die Spielweise von Nadal“, fügt er hinzu und lacht. Ganz so weit wie der Spanier ist er noch nicht in seiner Karriere. Sein Ziel ist aber klar: „Ich will Profi werden.“



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