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Neues Problem löst die vorigen ab

Eimbeckhausen/Nettelrede. Vor etwas mehr als eineinhalb Jahren haben sich die Fußballer des VfB Eimbeckhausen und des TSV Nettelrede zu einer Spielgemeinschaft zusammengeschlossen. Beide Vereine profitieren davon. Durch die SG ist aber auch ein neues Problem entstanden: Die erste Mannschaft darf laut NFV-Reglement nicht aufsteigen, denn Spielgemeinschaften sind oberhalb der Kreisebene nicht zugelassen.

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Nun schwebt die SG Eimbeckhausen/Nettelrede in der Kreisliga als Vierter mit zehn Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 2 nicht eben in akuter „Aufstiegsgefahr“. Die Motivation, noch aufzuschließen, wäre aber wahrscheinlich höher, wenn der Aufstieg möglich wäre: „Es ist was anderes, zu wissen, wir können es schaffen“, sagt SGE-Kapitän Dominik Trotz, der mit seinem Team derzeit dazu verdammt ist, um die goldene Ananas zu spielen.

SG-Vorsitzender Wilhelm Schwarz ist sich bewusst, dass die derzeitige Situation kein Dauerzustand sein kann. „Wir sind zum Handeln gezwungen, wenn wir unsere Spieler, vor allem den starken Nachwuchs, der nachrückt, nicht verlieren wollen“, sagt er und verspricht: „Wir möchten eine Lösung finden, die es den Fußballern ermöglicht, eine Klasse höher zu spielen.“

Wie lange die Suche nach der Lösung dauern wird, vermag Schwarz nicht zu sagen. Nach den NFV-Statuten gäbe es drei Möglichkeiten:

Erstens: Die Gesamtvereine fusionieren.

Zweitens: Die eine Fußballabteilung geht in der anderen auf.

Drittens: Die Fußballabteilungen werden ausgegliedert und gründen einen ganz neuen Verein.

„Das alles sind Sachen, die auf uns nicht zugeschnitten sind“, sagt Schwarz. Am einfachsten erscheint noch die dritte Möglichkeit – die würde aber auch am teuersten werden: „Ein Sport wir Fußball wird in Breitensportvereinen ja auch von anderen Sparten subventioniert, in denen bestimmte Kosten wie für Schiedsrichter oder Trikotwäsche nie anfallen“, sagt Schwarz – in einem reinen Fußballklub würden diese „Subventionen“ wegfallen.

Gespannt blicken die SG-Verantwortlichen derzeit zu den Landesligisten Heeßeler SV und TSV Burgdorf, die angekündigt haben, in der kommenden Saison gemeinsame Sache machen zu wollen: „Ich weiß nicht, wie die das regeln wollen. Aber vielleicht finden sie noch einen Winkelzug, auf den bisher keiner gekommen ist“, sagt er. Immerhin seien die beiden Vereinsvorsitzenden Rechtsanwälte. Die SG-Verantwortlichen dagegen seien „keine Fachleute“.

Offen bleibt, wieviel Zeit Schwarz und Co. haben, bis die Spieler abwandern. Offiziell aufbegehrt hat noch keiner. „Aber es macht mehr Spaß, wenn der Anreiz da ist, aufsteigen zu können“, sagt Trotz.jab



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