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Mit ihm geht auch der DJ Olaf Lüer

NDZ-Cup erstmals ohne Chefansager Lopez-Peralta

Fußball. Seine Stimme war unüberhörbar, sein Einsatz im Regieraum war unübertroffen, sein Engagement hinterlässt große Spuren. Die Rede ist von Miguel Lopez-Peralta, der bis zum vergangenen Jahr als Chefansager beim NDZ-Cup in der Sporthalle der Harmsmühlenstraße vornehmlich dann das Sagen hatte, wenn die einzelnen Begegnungen durch den Pfiff des Schiedsrichters oder bei erzielten Toren unterbrochen waren.

Autor:

Dieter Gömann

Fünf Jahre lang war der gebürtige Paraguayer die markante Stimme im Regieraum, wo er zusammen mit dem DJ Olaf („Tutschi“) Lüer die Aufgaben meisterte. Bei der an diesem Wochenende anstehenden 15. Auflage des NDZ-Cups ist „Paco“, wie der 46-Jährige liebevoll von seinen vielen Fans gerufen wird, nicht mehr mit von der Partie.

Das allgewaltige Sprachrohr, das mit seinem Überschwang in der Wortwahl sowie Euphorie und Begeisterung zu einem Markenzeichen geworden ist, hat für sich selbst entschieden, dass fünf Jahre für diesen ehrenamtlichen Job ausreichend sind.

„Ich musste schon ein wenig an meine Gesundheit denken und mich entscheiden, ob ich mich nach dem Turnier weiterhin mit zwei Wochen Rückenschmerzen herumquälen sollte oder nicht“, begründet Lopez-Peralta seinen Ausstieg.

Die räumlich begrenzten Arbeitsmöglichkeiten im Regieraum waren an zwei Tagen nicht förderlich für die Gesundheit. „Ich musste mich sehr stark recken und zur Scheibe des Regieraumes drängen, um die rechte Spielhälfte in den Blick zu bekommen. Und wenn dann noch die Schiedsrichter am Sichtfenster hin- und herliefen, war die Sicht oft genug völlig dahin“, stellt Paco fest.

Er war nicht allein nur Chefansager, sondern obendrein lag die Zeitmessanlage sowie der Spielstandsanzeiger in seinem Verantwortungsbereich.

„Gut gebrüllt, Lopez-Peralta.“ Und schon hatte ihn Organisationschef Manfred Haller vor fünf Jahren für die Chefansage bei den NDZ-Cups gewinnen können. „Wir Südamerikaner sind von Hause aus stets laut und stimmgewaltig, und so war ich auch bei den Heimspielen des FC Springe mit meiner Stimme nicht zu überhören“, betont der 46-Jährige, der als Laborant beim Blutspendedienst in Springe tätig ist.

Große Freude hatte er daran, mit Besonderheiten den Zuschauern das erste Tor einer Begegnung anzusagen und ebenso zu reagieren, wenn die Schiedsrichter die erste gelbe und weiter nachfolgende gelbe Karten zeigten oder sogar die rote Karte gezückt wurde.

An ein Highlight in den fünf Jahren erinnert sich Lopez-Peralta wie heute: Die Teilnahme seines Sohnes Tobias (18) im Jahre 2008 mit Preußen Hameln 07. „Das war für mich etwas ganz Besonderes“.

Fünf Jahre lang hat der 46-Jährige den Job beim NDZ-Cup mit Hingabe ausgeübt und hatte viel Spaß und Freude dabei. „Eigentlich hätte ich gerne noch weiter gemacht, aber die Gesundheit hat Vorrang.“

So sei sein Ausstieg nur eine Pause und kein Abschied für immer. „Wenn Not am Mann ist, und ich gefragt werde, stehe ich zur Verfügung.“



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