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Nach dem Abstieg: SVA-Trainer Mittelgöker im Interview

Acht Jahre lang haben sich die Fußballer des SV Altenhagen in der 1. Kreisklasse gehalten. Seit dem 3:8 im Kellerduell beim Holtenser SV am Sonntag steht der Abstieg jedoch fest. NDZ-Sportredakteur Jan-Erik Bertram sprach mit SVA-Trainer Tobias Mittelgöker über die zu Ende gehende Saison und die Zukunft.

Tobias Mittelgöker
jan

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Herr Mittelgöker, Ihre Mannschaft führt im vielleicht wichtigsten Spiel der Saison 3:0 und geht dann noch mit 3:8 unter – wie ist das zu erklären?

Wir führen eigentlich zu Unrecht. Holtensen hätte 3:0 führen müssen, macht aber seine Chancen nicht und wir schließen drei Konter erfolgreich ab. Dann kriegen wir zwei kuriose Schiedsrichter-Entscheidungen und verlieren den Faden.

In einem so wichtigen Spiel müssten doch aber alle bereit sein, das Letzte zu geben.

Es bedarf einer gewissen Einstellung, den letzten Strohhalm zu ergreifen – die habe ich tatsächlich nicht bei allen gesehen.

Ist das das Hauptproblem in Altenhagen: die fehlende Einstellung?

Eigentlich nicht. Uns fehlen die Qualität und die Breite. Sascha Meyer konnte wegen Verletzungen kaum spielen diese Saison, andere Leistungsträger fielen auch immer mal aus – das können wir nicht kompensieren. Es wurde in den letzten zehn Jahren beim Holen von Leuten geschlafen. Unsere Lage am letzten Zipfel von Hannover-Land ist nicht die beste, das heißt aber nicht, dass man nicht aktiv Leute ansprechen kann.

Das klingt, als wären Sie dabei, Verstärkungen zu holen.

Ich bin dabei. Ich versuche, drei, vier Leute zu holen, die gutes Niveau in der 1. Kreisklasse haben, damit wir uns in der 2. Kreisklasse zwischen Platz 5 und 9 einpendeln können und mal wieder Erfolgserlebnisse haben.

Der Wiederaufstieg ist nicht das Ziel?

Erst mal ist er kein Thema. Wir sollten uns zunächst fangen und stabilisieren. Dann kann man vielleicht auch am Fußballerischen arbeiten, wenn der Druck weg ist. Wenn wir es schaffen, wieder oben mitzuspielen, wird es vielleicht auch einfacher, neue Leute zu holen.

Bleibt die jetzige Mannschaft denn zusammen?

Größtenteils ja. Sascha Meyer beendet seine Karriere, Johannes Braun auch. Zwei A-Junioren kommen dazu, die noch als Gastspieler in Gestorf sind – die sollen aber vorrangig auch in der A-Jugend spielen.

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