weather-image
Trainerin bei der SSV-Weihnachtsfeier verabschiedet / Ein Nachfolger wird noch gesucht

Nach 30 Jahren ist Schluss für Gisela Lange

Schwimmen (jab). Beim SSV Springe ist eine Ära zu Ende gegangen. 30 Jahre lang war Gisela Lange Trainerin, jetzt hat sie aufgehört. „Die Luft war irgendwie raus“, sagt die 60-Jährige, die bei der Weihnachtsfeier des Klubs stimmungsvoll verabschiedet wurde.

270_008_5092036_spo_schwimmen.jpg

Wer sein Seepferdchen oder den Freischwimmer schon hatte und Schwimmen als Sport betreiben wollte, kam zu Gisela Lange. „Ich war hauptsächlich für die Anfänger zuständig“, sagt sie. Mehrere Generationen lernten bei ihr, wie man schnell schwimmt: „Einige, die ich als Kinder trainiert habe, sind später mit ihren eigenen Kindern gekommen“, sagt sie. Drei Gruppen betreute sie zuletzt noch montagsnachmittags. Zu Wettkämpfen fuhr sie nicht mehr mit. Das war schonmal anders. „Es gab Zeiten, da habe ich alle trainiert“, sagt Lange, die auch schon sportliche Leiterin des SSV war, dem sie seit 48 Jahren angehört.

Als aktive Schwimmerin zählte sie in den 1960er-Jahren zu den Besten in Deutschland. Ihr größter Erfolg: Bei den Deutschen Meisterschaften 1966 in Sindelfingen holte sie, damals unter ihrem Mädchennamen Kusibor, gemeinsam mit Ute Rosenow sowie Gabi und Ulla Hortsch Staffel-Bronze über 4 x 100 Meter Brust. Ein Jahr zuvor war das Quartett in Itzehoe noch Vierter geworden.

Auch als Trainerin hatte sie etliche Talente unter ihren Fittichen, die es später auf Landes- und Bundesebene zu Medaillenehren bringen sollten. Tanja Kratzke etwa, die mit Franziska van Almsick in einem Kader trainierte, Jan Hesse, Shirin Steinwede, Janina Janik oder Sina Sontowski. Wichtig war Gisela Lange immer eines: „Disziplin. Sport ist für mich eine Disziplinsache“, sagt sie, „leider gibt es nur noch wenige, die wirklich ehrgeizig sind.“

270_008_5091794_spo_lange.jpg
  • Gisela Lange, die langjährige SSV-Trainerin, beim Anschauen alter Fotos aus früheren Erfolgszeiten.

Fehlende Disziplin war nie ihr Problem, weder als Aktive, noch als Trainerin: „Ich kann mich nicht erinnern, dass sie mal ausgefallen wäre“, sagt SSV-Vorsitzender Torsten Klein, „man kann sich wirklich auf sie verlassen.“ Sie hinterlässt eine Lücke im Verein: „Ich habe schon von einigen Eltern gehört, dass ihre Kinder traurig sind, weil Gisela aufhört“, sagt Klein, der noch einen Nachfolger sucht. „Vorerst versuchen wir, es mit den vorhandenen Trainern aufzufangen“, sagt er.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt