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Münderaner Danny Seidler gewinnt Marathon in Bitterfeld

BAD MÜNDER. Vor zwei Wochen hat Danny Seidler vom Lauftreff des SC Bad Münder eine Enttäuschung erlebt, als er beim Spreewald-Marathon auf den falschen Kurs geschickt wurde und schon nach 28 Kilometern das Ziel erreichte. Was ihm verwehrt geblieben ist, holte er als Sieger des Goitzsche-Marathons in Bitterfeld nach.

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Dennis Scharf Redakteur zur Autorenseite
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Nach dem ärgerlichen Missgeschick unternahm Seidler (M35) in Sachsen-Anhalt einen neuen Anlauf, seine im vergangenen Herbst aufgestellte Bestzeit von 2:49:02 Stunden zu toppen. Die äußeren Bedingungen hätten für die 42,195 Kilometer lange durchaus angenehmer sein können. Schon beim Start war die Temperatur mit 14 Grad und prallem Sonnenschein viel zu warm für ein schnelles Rennen. Stattdessen entwickelter sich ein schweißtreibender Marathon, in dem Seidler bald allein auf weiter Flur sein sollte.

Als sich nach fünf Kilometern die Gruppe der gleichzeitig gestarteten 10-Kilometer-Läufer von den Marathonis trennte, für den Münderaner weit und breit kein Läufer mehr zu sehen. Nur ein Begleiter des Veranstalters fuhr mit dem Fahrrad zu ihm auf. Doch erst als ihm Freundin Carina bei Kilometer 15 eine Getränkeflasche reichte, hatte Seidler Gewissheit, trotz der starken Konkurrenz in Führung zu liegen.

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Beflügelt von der guten Ausgangsposition lief Seidler konsequent seinen Stiefel herunter. Als härteste Verfolgerin erwies sich die Niederländerin Yvonne van Vlerken – ihres Zeichens Duathlon-Weltmeisterin 2006 und Zweite bei der Triathlon-WM (Ironman) auf Hawaii 2008. Die angepeilte Bestzeit rückte für Seidler bei schwierigen Bedingungen in den Hintergrund. Vielmehr konzentrierte er sich darauf, die Spitzenposition bis ins Ziel zu verteidigen. Nach 35 Kilometern hatte auch die Niederländerin nicht zu ihm aufgeschlossen. Im Vollbesitz seiner Kräfte begab sich Seidler auf die letzten sieben Kilometer.

Nach 2:50:48 Stunden überquerte er als Erster von 99 Finishern die Ziellinie. Triathletin van Vlerken wurde Zweite (2:58:40). Der drittplatzierte Kevin Schünke (3:07:11) kam mehr als 16 Minuten nach Seidler an. Ein Coup dieser Größenordnung war noch keinem SC-Läufer gelungen.




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