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Mit Technik und schnellen Beinen

Springe. Gestern durften sich die Drittliga-Handballer der HF Springe am trainingsfreien Tag noch einmal erholen – umso anstrengender wird es ab heute. Denn bis Sonntag reisen die Springer ins Trainingslager nach Güstrow. Justin Brand freut sich drauf, „vor allem auf die beiden Spiele gegen die Zweitligisten“, sagt der 18-Jährige, einer von insgesamt sechs Neuen im Team von Trainer Holger Schneider. Und: „Das wird gut für uns als Mannschaft.“ Am Sonnabend testen die HF gegen Zweitligist EHV Aue (15 Uhr) und Verbandsligist Güstrower HV (17 Uhr). Am Sonntag (15 Uhr) heißt der Gegner HC Empor Rostock.

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Dann sollen die ersten Erfolgserlebnisse für das neu formierte Team her. Beim Turnier in Bad Hersfeld kassierten die Springer drei klare Niederlagen gegen die Erstligisten Lübbecke, Wetzlar und Gummersbach. Brand gehörte dabei zu den positiven Überraschungen bei den HF. „Es war okay“, sagt er bescheiden, „ich bin noch nicht bei hundert Prozent. Aber gegen Erstligisten macht man auch schon mal Fehler.“

Aus der A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt ist Brand nach Springe gewechselt. Als 15-Jähriger war er in den hohen Norden gegangen, „weil ich mal was anderes machen wollte“, wie er sagt. Ein Jahr zuvor war der Göttinger von der HG Rosdorf/Grone mit der fast kompletten Mannschaft zu Eintracht Hildesheim gewechselt. „Ein halbes Jahr habe ich gebraucht, um mich in Flensburg zurechtzufinden“, sagt er, „aber es war bislang die beste Zeit meines Lebens.“

Nach dem Abi wollte er aber wieder näher bei seiner Familie wohnen. Weil der Kontakt nach Hildesheim nie abgerissen war, rief er Eintracht-Manager Gerald Oberbeck an. Der machte ihm keine Hoffnungen auf viele Einsätze im Zweitliga- Team, erzählte aber, „dass sich in Springe was tut“. Also nahm Brand Kontakt zu HF-Manager Dennis Melching auf, kam zum Probetraining – und überzeugte. „Und ich fand das Konzept auch gut“, sagt Brand, der auf seiner Position im Rückraum Mitte mit Jannis Fauteck starke Konkurrenz hat. „Für mich ist es natürlich ein bisschen ärgerlich, dass Jannis gekommen ist, aber für die Mannschaft ist es gut“, sagt Brand, der im Moment noch bei der Familie seines Mitspielers Jonas Borgmann wohnt, ehe er im September seinen Freiwilligendienst an der Heimvolkshochschule beginnt.

Nach Schneiders Vorstellung soll aber ohnehin jeder Spieler auf mindestens zwei Positionen einsetzbar sein. Brand hat sich in Bad Hersfeld auch als Alternative für Claus Karpstein auf Halbrechts empfohlen. Der Kräftigste ist Brand, der in zwei Wochen 19 wird, noch nicht, „aber ich mache das durch Technik und schnelle Beine wett“, sagt er selbstbewusst. Spielpraxis soll er zusätzlich im Landesliga-Team der HF sammeln, dass seine Heimspiele dafür extra auf sonntags verlegt hat. Brand hofft natürlich auf viele Einsätze in der 3. Liga, hat aber „nichts dagegen, in der Zweiten Spielpraxis zu sammeln. Wenn ich sonntags eh’ nichts vorhabe, kann ich auch Handball spielen“.jab



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