weather-image
15°

Mit links: HF überrollen Minden II

Springe. Der Respekt war groß gewesen – die Überlegenheit letztlich aber größer. Mit 38:30 (20:13) schickte Handballdrittligist HF Springe die Bundesliga-Reserve von GWD Minden wieder nach Hause und blieb damit auch im sechsten Spiel ohne Niederlage. Dabei glänzte vor allem Springes rechte Angriffsseite: Pawel Pietak, der in der Woche vor dem Spiel noch mit einem grippalen Infekt flach lag, und Claus Karpstein steuerten zusammen mehr als die Hälfte der HF-Tore bei.

270_008_6662152_spo_hfwww2.jpg

Die Gastgeber sorgten früh für die Vorentscheidung: Nach etwas mehr als acht Minuten lagen sie mit 6:2 in Führung. Mindens Trainer Aaron Ziercke nahm eine Auszeit, „aber da hatten wir das Spiel offenbar schon abgehakt“. Sein Plan war gewesen, Springe mit einer extrem offenen Abwehr unter Druck zu setzen, „aber wir haben vorne zu viele Fehler gemacht“.

Die HF dagegen kamen aus ihrer starken Defensive oft zu einfachen Toren. Und sie hatten einen erneut starken Jendrik Meyer als Rückhalt im Tor, während die Mindener Keeper Pascal Welge und Jannis Michel kaum mal eine Hand an den Ball bekamen. Als die Gäste zwischenzeitlich mit drei Toren in Folge auf 9:6 verkürzten, nahm auch HF-Coach Holger Schneider eine Auszeit – bis zur Pause setzte sich sein Team danach deutlich ab.

Nach dem Seitenwechsel kam der Springer Motor kurzzeitig etwas ins Stocken. So leistete sich Pietak etwa seinen einzigen Fehlwurf (34.) – bei 13 Versuchen wohlgemerkt. Die junge Mindener Mannschaft drückte gnadenlos aufs Tempo und wurde nun im Angriff effektiver. „Ich wusste teilweise gar nicht, wo ich hinlaufen sollte, so schnell waren die“, sagte Springes immerhin schon 43-jähriger Abwehrchef Slava Gorpishin. In der 45. Minute waren die Gäste beim 26:22 auf vier Tore dran, „aber der Sieg ist für uns nie in Frage gekommen“, sagte Ziercke. Vier Minuten später lagen die HF schon wieder mit acht Toren vorne.

Schneider ließ nun die jungen Spieler ran. Jonas Borgmann löste Arek Bosy am Kreis ab und machte ein gutes Spiel – nur ein Tor gelang ihm nicht. Dafür holte er zwei Siebenmeter heraus und hatte Pech bei einem Pfostentreffer. A-Junior Moritz Büchner, der für Pietak kam, erzielte dagegen seine ersten beiden Drittligatreffer. Justin Brand und Lukas Reese kamen schon früher auf die Platte. Beide hatten gute Aktionen – Brand leistete sich aber auch das eine oder andere missglückte Kabinettstückchen und handelte sich einen Rüffel von Gorpishin ein. Angesichts des deutlichen Sieges war das nach dem Schlusspfiff aber schnell vergessen.

HF Springe: Meyer, Wendland – Pietak (12/5), Karpstein (10), Bosy (6), Deutsch (4), Büchner (2), Kolditz (1), Brand (1), Reese (1), Helmdach (1), Borgmann, Gorpishin.jab

Weiterführende Artikel
    Kommentare