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Mit langem Anlauf zum Sieg

Springe. Handball-Drittligist HF Springe hat seinen Abwärtstrend gestoppt und nach zuvor zwei knappen Niederlagen einen glanzlosen 30:27 (15:15)-Erfolg in eigener Halle gegen die Bundesliga-Reserve der Füchse Berlin erzielt. Es war erst am Ende ein souveräner Sieg des Tabellenzweiten, der knapp 40 Minuten brauchte, um gegen die junge Mannschaft aus der Hauptstadt seine Sicherheit zu finden. Damit rückten die Springer wieder etwas näher an Spitzenreiter Henstedt-Ulzburg heran, der gegen Lemgo II den ersten Punkt in dieser Saison abgab.

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Ohne Linkshänder Claus Karpstein im Rückraum brachten die Gastgeber einfach keinen Spielfluss zustande, weil sie auf Halbrechts, wo zunächst Daniel Deutsch und Dejan Dobardzijev ihr Glück versuchten, ihre Aktionen immer wieder abbrachen. Es wurde erst besser, als HF-Trainer Holger Schneider nach einer Viertelstunde Rechtsaußen Pawel Pietak in den Rückraum beorderte. Der Pole machte auch dort ein starkes Spiel und wurde zu einem der Väter des Sieges.

Schwer taten sich die Springer zunächst aber weiterhin. Zwar drehten sie einen 5:8-Rückstand (15.) in einen 11:9-Vorsprung (24.). Berlin glich aber schnell wieder aus. Die Gäste gingen nach dem Seitenwechsel noch einmal mit 19:17 in Führung (34.), „dann hat sich unser jugendlicher Wahnsinn gezeigt“, so Berlins unzufriedener Trainer Max Rinderle, „und wir haben überhastet abgeschlossen. Und Springes erfahrene Mannschaft konnte noch eine Schippe drauflegen.“

Berlin blieb acht Minuten ohne Tor. Das lag daran, dass der bis dahin glücklose HF-Keeper Jendrik Meyer jetzt immer stärker wurde – und mit ihm auch die Deckung. Im Angriff übernahm Daniel Deutsch Verantwortung. Mit jedem Treffer bekam der Kapitän ein breiteres Kreuz und riss seine Teamkollegen mit. Die Springer machten durch fünf Treffer in Folge aus dem 17:19 ein 22:19 (42.) – die Führung gaben sie nicht mehr her.

Der Sieg kostete Nerven – Dennis Melching war das noch nach dem Schlusspfiff deutlich anzusehen: Der HF-Manager humpelte aus der Halle. Er hatte während der zweiten Hälfte aus Wut gegen einen Kasten getreten und sich dabei offenbar am Fuß verletzt. Die zwei Punkte linderten die Schmerzen etwas.

HF Springe: Meyer, Wendland – Deutsch (7), Hinz (7/2), Pietak (5), Bosy (5), Dobardzijev (4), Helmdach (2), Kolditz, Gorpishin, Reese, Brand (n. e.), Borgmann (n. e.).jab

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