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Kein Verein im Land hat mehr Jugendspieler als die TuSpo / Kapazitäten sind fast erschöpft

Mit Kontinuität an die Spitze in Niedersachsen

Tischtennis (jab). Über so genannte Mini-Meisterschaften versuchen viele Vereine, Nachwuchs zu gewinnen. Nicht so die TuSpo Bad Münder. „Das ist nicht mehr leistbar“, sagt Ulf Pöhler, der gemeinsam mit Sven Severit die Jugendarbeit bei der TuSpo-Tischtennissparte organisiert. Denn: „Unsere Kapazitäten sind fast erschöpft“, sagt Severit. Das ist der klitzekleine Wermutstropfen einer durchweg positiven Entwicklung. Denn kein Verein in Niedersachsen hat mehr Kinder und Jugendliche in Mannschaften zum Spielbetrieb gemeldet, als die TuSpo.

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Neun Teams nahmen in der abgelaufenen Saison an Punktspielen teil, 54 Nachwuchstalente kamen zum Einsatz, alle Altersgruppen von den B-Schüler/innen bis zu Mädchen und Jungen waren besetzt. Dazu kommen 60 bis 70 Anfänger, die bislang nur zum Spaß spielen, so Pöhler.

Das Erfolgsrezept der Münderaner: Kontinuität. „Wir bieten ein verlässliches Angebot“, sagt Pöhler. Severit ergänzt: „Wenn du einen gewissen Stamm an Nachwuchs hast, läuft es von allein. Der eine bringt seinen jüngeren Bruder mit, der einen Freund und so weiter.“ Hinzu kommt, dass „wir in Bad Münder fast das Monopol auf Jugendarbeit haben“, sagt Severit. Die umliegenden Vereine wie Bakede, Beber-Rohrsen, Eimbeckhausen oder Nettelrede haben wenige oder keine Nachwuchsteams gemeldet – oft fehlen einfach die Übungsleiter.

Bei der TuSpo kümmern sich vier C-Lizenz-Trainer um den Nachwuchs: Severit, Pöhler, Ralf Scharrenbach und Rita Friedrich. „Mit dem Training ist es aber nicht getan“, sagt Severit, der zeitweise vier Nachwuchsmannschaften am Wochenende bei ihren Spielen betreut hat – und nebenbei selber in der ersten Herren spielt. Ein enormer Zeitaufwand. Mittlerweile hat jede Mannschaft einen eigenen „Organisator“, der die Fahrerei und die Betreuung während der Spiele übernimmt.

Nicht nur die Quantität stimmt, auch die Qualität kann sich sehen lassen. Die Bezirksliga-Mädchen haben die Saison als Zweite beendet, die Jungen als Vierte. „Wir lassen die Kinder früh Rangliste spielen, damit sie Wettkampferfahrung sammeln“, erklärt Severit. Praktischerweise finden zwei von drei Kreisranglisten pro Jahr in Bad Münder statt.

Natürlich profitiert auch immer wieder der Erwachsenenbereich von der starken Jugend. Top-Talent David Matthies etwa wechselt jetzt in die Bezirksliga-Herrenmannschaft. Bei den Vereinsmeisterschaften schaffte es der Jugendliche schon bis ins Finale, scheiterte da aber an seinem Trainer Severit. Noch. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er mich schlägt“, so Severit.



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