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Mit Fußball gegen Vorurteile

BAD MÜNDER. Als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SOR) arbeitet die KGS Bad Münder in unterschiedlichen Projekten zur Förderung von Toleranz und Respekt sowie zum Abbau von Vorurteilen jeglicher Art. Eins davon gestaltet derzeit die „Dynamic Soccer School“ vom KGS-Schulpaten Martin Rietsch.

Martin Rietsch begrüßt zum gemeinsamen Start den Jahrgang 7 im Forum der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Bad Münder.

Autor:

DIETER GÖMANN

Der arbeitet mit den Jahrgängen 7, 8 und 9 in Workshops zu den Themen Suchtprävention und Rassismus/Mobbing – zusätzlich gibt es ein Fußballtraining mit ehemaligen Profis.

Die Siebtklässler machten am Mittwoch den Anfang. Die insgesamt 167 Schülerinnen und Schüler absolvierten, eingeteilt in drei Gruppen, die drei Themenblocks in Einheiten zu je 90 Minuten. Die Fußball-Workshops leiteten die Ex-Profis Kurt Ritter (Hannover 96) und Björn Rührer (Carl-Zeis Jena), der heute Torwarttrainer bei Eintracht Braunschweig ist.

Spaß am Fußballspielen, Bewegung, Teamgeist und die Vermittlung von Werten wie Fairness, Respekt und Toleranz sowie die Weiterentwicklung der Sozialkompetenz standen im Mittelpunkt. Spieltaktik, Ausdauer und Passgenauigkeit kamen dazu.

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Vier Teams kämpfen gegeneinander, wo beim Slalom-Parcours die Koordination in den Teilaufgaben hohe Konzentration erfordert.
  • Vier Teams kämpfen gegeneinander, wo beim Slalom-Parcours die Koordination in den Teilaufgaben hohe Konzentration erfordert.

Im Workshop „Suchtprävention – suchtLOS“ ging es um interaktive Aufklärung über Gefahren und Folgewirkungen von Suchtmitteln. In Gruppenarbeiten analysierten die Schüler, dass der Übergang von Genuss zu Suchtmitteln schleichend sein kann und Genussmittel zu Suchtmittel werden können. Die Schüler wurden mit ihrem Handy-Konsum konfrontiert und für Suchtverhalten sensibilisiert. Beim Durchlaufen eines „Rausch-Parcours“ mit einer Rauschbrille, die einen gewissen Alkoholwert simulierte, erfuhren die Schüler in nüchternem Zustand motorische und kognitive Einschränkungen, wie sie im Alkoholrausch auftreten.

Im dritten Block wurden die Themen Rassismus und Mobbing behandelt. Dabei berichtete Rietsch von eigenen Erfahrungen mit Alltagsrassismus und Ausgrenzung. Anhand von Videosequenzen wurden anschließend Vorurteile identifiziert und im Anschluss daran folgte eine Diskussion über Entstehung und Abbau von Vorurteilen.

Im zweiten Teilbereich besuchten die Schüler die Foto-Wanderausstellung „Sei eine Stimme“, die Rietsch mitgebracht hatte. Die Workshop-Teilnehmer wurden aufgefordert, eigenständig Statements gegen Ausgrenzung und Rassismus und für Respekt, Toleranz, Vielfalt und Zivilcourage zu formulieren.

Am Donnerstag waren die achten Klassen mit dem Projekt an der Reihe, am Freitag folgen die neunten. Am Nachmittag kommen dann alle drei Jahrgänge zur Abschlussveranstaltung zusammen. Dabei steht unter anderem ein Spiel von zwei gemischten Mannschaften aus allen Jahrgängen auf dem Programm – auch dabei geht es um den Abbau von Vorurteilen und das bessere Verständnis zwischen den Jahrgängen.



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