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Tennis-Talent Nils Moldehn vom TV Eldagsen ist in diesem Jahr durchgestartet

Mit einem gebrochenen Fuß fing alles an

Tennis (jab). Ein Talent startet durch – und schuld daran ist ein gebrochener Fuß. Weil seine Mutter sich verletzte und die Familie deshalb im Sommer nicht in den Urlaub fahren konnte, spielte Nils Moldehn vom TV Eldagsen in den Ferien seine ersten Turniere. Seitdem reiht sich für den Zehnjährigen ein Erfolg an den nächsten. Der jüngste: der Titel bei den U10-Hallenbezirksmeisterschaften.

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Nils muss nicht lange überlegen, wenn er nach seinem Lieblings-Tennisspieler gefragt wird: „Federer“, sagt er. Von dem Schweizer will er sich noch einiges abschauen. Vor allem „die Volleys“. Daran muss er noch arbeiten, mit seinen anderen Schlägen ist er schon ganz zufrieden, besonders mit der Vorhand.

Ziemlich genau drei Jahre ist es her, dass Nils mit dem Tennisspielen begann – per Zufall. Ein Nachbar wollte es mit seinem Sohn mal ausprobieren, fragte Nils, ob er nicht mitfahren wolle. Er wollte und entpuppt sich nun als das in Springe größte Talent seiner Altersklasse.

Er stammt aus einer sportlichen Familie. Mutter Ulrike ist ehemalige Handballerin, Vater Rolf spielte bis vor zwei Jahren noch in der Tischtennis-Bezirksoberliga für den SV Altenhagen, war lange Jahre auch aktiver Fußballer. Die Schwestern treiben ebenfalls Sport: Kim (24) ist ehemalige Tennisspielerin, Sina (21) spielt Handball bei den Damen der HF Springe, Chiara (14) hat vor eineinhalb Jahren ebenfalls mit Tennis in Eldagsen angefangen: „Sie ist auch ein Riesentalent“, sagt Vereinstrainer Dule Hot, „hätte sie früher angefangen, wäre sie jetzt auch so erfolgreich wie Nils.“

Seinem Vater im Tischtennis nacheifern wollte Nils nie: „Tennis macht mehr Spaß. Und Geld kann man damit auch besser verdienen“, sagt er grinsend, um schnell hinzuzufügen: „Der Spaß ist aber das Wichtigste.“

Langsam beginnt daher die Tingelei von Turnier zu Turnier. Sein erstes waren im vorigen Sommer die „Summer Classics“ in Springe, wo er auf Anhieb auf dem Midcourt Zweiter wurde und auf dem Großfeld in seiner Altersklasse sogar gewann. Vier weitere Turniere folgten in den Ferien. Auch in der Hallensaison war er viel unterwegs.

Neben einer Verletzung ist das ein Grund, warum Vater Rolf seine Tischtennis-Karriere an den Nagel gehängt hat: „Ich arbeite mindestens 20 Wochenenden im Jahr“, sagt er. Hat er frei, begleitet er seinen Sohn zum Turnier – auch wenn es manchmal furchtbar lange dauert. „Bei den Regionsmeisterschaften hatte er sein erstes Spiel um neun, das nächste um halb fünf.“

Dem Sohnemann können solche langen Wartezeiten die Lust nicht verderben. „Man könnte ihn auch nachts wecken zum Tennisspielen“, sagt Rolf Moldehn, der mittlerweile, wie seine Frau auch, selbst in Eldagsen den Tennisschläger schwingt. „Ich trainiere oft mit Nils“, sagt er. Von nichts kommt nichts, schließlich hat Nils ein großes Ziel: Tennisprofi.



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