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Mertens steht der Jugend nicht im Weg

Gestorf. Jahrelang war er der Schreck der Kreisliga-Torhüter – jetzt ist Schluss. Sven Mertens, der bullige einstige Mittelstürmer des TSV Gestorf, hat seine Karriere beendet. Mit 34 sei er zwar noch im besten Fußballeralter, „aber ich habe keine Ambitionen mehr, zweimal in der Woche im Training den 20-Jährigen hinterherzulaufen“, sagt er. Er habe immer gesagt: „Wenn junge Leute nachkommen, ziehe ich mich zurück.“ An dem Punkt ist der TSV längst angekommen, „ich will da keinem im Weg stehen“.

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Vor sechs Jahren lotste der damalige TSV-Trainer Thorsten Gottschalk Mertens vom FC Eldagsen nach Gestorf. Der hatte zuvor bei seinem Heimatverein SV 06 Lehrte und zwischenzeitlich ein Jahr bei Borussia Hannover gespielt. Nach Gottschalks Abschied wurde er dessen Nachfolger und übernahm das Team ein Jahr lang als Spielertrainer. Dann rückten die A-Junioren, die heute den Kern des Kreisliga-Teams bilden, auf und Peter Baron übernahm den Trainerposten. Mertens war es recht: „Ich wollte wieder spielen“, sagt er. Er habe in den sechs Jahren in Gestorf alles mitgemacht: Den Fast-Abstieg in die 2. Kreisklasse, den Aufstieg in die Kreisliga – den er lieber als Meister gefeiert hätte: „Wir sind ja nachgerückt und konnten ihn gar nicht so richtig feiern.“

Nach insgesamt 28 Jahren Fußball zwicke es mittlerweile überall, im Job sei er eingebunden, die zwei Kinder wollen auch etwas von ihm haben – lauter gute Gründe, aufzuhören. Wie gut er ohne Fußball leben kann, weiß Mertens noch nicht. Er ist aber sicher: Seine Zeit in der ersten Mannschaft ist abgelaufen. „Ich habe ja kein Trikot mehr, da haben die Jungs zum Abschied alle drauf unterschrieben“, sagt er.

Ohnehin glaube er, dass bei Not am Mann die jungen Spieler aus der Zweiten eher helfen könnten „als ein unfitter Mertens mit Übergewicht“. Sein Pass bleibe aber in Gestorf: „Wenn ich Lust und Zeit habe, kann ich ja beim Altliga-Team oder in der Zweiten mittrainieren“, sagt er.



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