weather-image
27°

Mehr Masse wäre nicht schlecht

Springe. Die meisten wünschen sich das Gegenteil, Jonas Borgmann aber sagt: „Ich würde gerne noch ein bisschen zunehmen.“ Der einfache Grund: Der 21-Jährige wurde bei Handball-Drittligist HF Springe zum Kreisläufer umfunktioniert – hat aber noch die typisch schlanke Figur eines Rückraumspielers. Deshalb macht er eifrig Krafttraining. Trotzdem: Das mit dem Zunehmen ist gar nicht so einfach.

270_008_6733786_spo_borgmannwww.jpg

Die Umstellung vom Rückraum auf den Kreis sei gar nicht so riesig, sagt Borgmann, der aus der HF-Jugend kommt, vor dem Heimspiel am heutigen Sonnabend (16 Uhr) gegen die Bundesliga-Reserve der Füchse Berlin: „Als Rückraumspieler sieht man ja, wie der Kreisläufer sich bewegt und wo er steht. Es ist vor allem körperlich eine Umstellung. Und am Timing muss man arbeiten.“

Seit der Winterpause der vorigen Saison gehört Borgmann zum Springer Drittliga-Kader. Klare Nummer 1 am Kreis ist Arek Bosy, aber mittlerweile bekommt auch Borgmann immer regelmäßiger seine Einsatzzeiten. „Das war auch mein Ziel“, sagt der Student, „ich weiß, dass ich noch viel Verbesserungsbedarf habe, aber ich bin ganz zufrieden. In der Abwehr stehe ich mittlerweile schon ganz gut.“

Seinen Stammplatz hat Borgmann nach wie vor im Rückraum der Springer Landesliga-Mannschaft. Die Doppelbelastung sei schon anstrengend, sagt er, „aber im Moment geht es, es stehen gerade keine Klausuren an“. Dass er aber auch beim Drittliga-Team fest zum Team gehört, beweist die Tatsache, dass er dort als Musikwart für die Stimmung in der Kabine und im Bus zuständig ist. „Es ist für alle Geschmäcker was dabei, von Rock bis Hip Hop“, sagt er.

Bei der unnötigen 24:25-Niederlage am vorigen Wochenende gegen Potsdam gehörte auch Borgmann zu denen, die im Angriff dicke Chancen ausließen. An seinen freien Wurf, der in der Schlussphase am Pfosten statt im Tor landete, erinnert er sich mit Grausen: „Der war so schlecht geworfen.“ Er ist zuversichtlich, dass die Springer nach zwei Niederlagen gegen Berlin in die Erfolgsspur zurückfinden. „Wichtig ist, dass wir wieder die richtige Einstellung zeigen“, sagt er. „Die Mannschaft ist gegenüber sich selbst und den Fans in der Bringschuld“, sagt auch Trainer Holger Schneider, der voraussichtlich weiterhin auf den verletzten Claus Karpstein verzichten muss. Auch der Einsatz von Justin Brand, der sich im Training verletzte, ist fraglich.jab

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare