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Mannschaftserfolg wäre HF-Torjäger Tim Otto lieber

SPRINGE. Wenn es diesmal nicht klappt mit dem zweiten Auswärtssieg – wann dann? Am Sonnabend um 19.30 Uhr tritt Drittligist Handballfreunde Springe beim HSC Bad Neustadt an. Die Gastgeber haben daheim in dieser Saison erst drei Punkte geholt, sind Tabellen-Vorletzter. Ein Pflichtsieg also für die HF?

Tim Otto hat voll eingeschlagen bei den Handballfreunden. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„In der Liga schlägt ja im Moment jeder jeden“, sagt Springes Toptorjäger Tim Otto. Das hätten am vorigen Wochenende die Bad Neustädter mit ihrem deutlichen Erfolg in Nieder-Roden bewiesen. Die Springer mühten sich gleichzeitig zum knappen Sieg gegen den HSV Hannover. „Wir müssen jedes Spiel mit voller Konzentration angehen“, so Otto.

Mit 54 Toren ist der Rückraumspieler der bislang erfolgreichste Werfer der Springer. In der Torjägerliste der Ost-Staffel steht er damit auf dem achten Platz – nicht schlecht für einen 19-Jährigen, der in der vorigen Saison noch in der Oberliga spielte. „Darauf habe ich gar nicht geachtet. Es läuft aber wirklich nicht so schlecht für mich persönlich“, sagt Otto, „besser wäre es aber, wenn es für die Mannschaft runder laufen würde.“

Spielerisch ist nach wie vor Sand im Springer Getriebe. Die Außen, die in den vergangenen Jahren immer für die meisten Tore der HF gesorgt hatten, sind nach wie vor zu wenig eingebunden. „Das Zusammenspiel mit den Außen und dem Kreis ist im Training ein großes Thema“, sagt Otto, „da kann ich noch viel dazulernen.“ Vom VfL Hameln ist er es noch gewohnt, aus dem Rückraum den Abschluss zu suchen.

Tim Coors fällt drei Monate aus. Foto: Bertram
  • Tim Coors fällt drei Monate aus. Foto: Bertram

„Er sieht schon den Kreis und die Anspiele werden häufiger“, sagt HF-Co-Trainer Slava Gorpishin, „aber du kannst nicht alles von heute auf morgen umsetzen.“ Nebenbei würden seine Tore Otto nicht von den Aufgaben der jungen Spieler befreien: „Geräte wegräumen und Tore umdrehen muss er nach dem Training trotzdem noch“, sagt Gorpishin schmunzelnd.

Der rechte Rückraum ist im Handball die Königsposition, „da musst du Leistungsträger sein“, sagt Gorpishin. Mit dem Druck kommt Otto, der durch die Verletzung von Maximilian Schüttemeyer derzeit der einzige Halblinke in Springe ist, bislang gut zurecht. „Es ist super, dass ich so viele Spielanteile bekomme“, sagt der Münderaner, gibt aber auch zu: „Auf Dauer ist es relativ anstrengend.“

Der ohnehin schmale HF-Kader dünnt derweil weiter aus: Am vorigen Wochenende zog sich Linkshänder Tim Coors – relativ unbemerkt – eine schwere Verletzung zu: Einen Sehnenriss nebst Knochenabsplitterung am Daumen der Wurfhand. Er wurde bereits operiert, muss drei Monate pausieren – auf seiner Position im rechten Rückraum wird neben Hendrik Pollex nun wohl öfter Pawel Pietak zum Einsatz kommen.

Bad Neustadt hat mit Gary Hines einen sprunggewaltigen Rückraumspieler in seinen Reihen. „Wir müssen in der Abwehr gut stehen“, sagt Gorpishin, „und schnell auf Angriff umschalten.“

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