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Halbzeitcheck der 1. Kreisklasse: Gestorf und Altenhagen auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze

Laue wünscht sich mehr Tore und Konstanz

Fußball (jab). Die Hallensaison neigt sich dem Ende entgegen, in der kommenden Woche steigen die heimischen Teams der 1. Kreisklasse Hannover-Land in die Vorbereitung auf die Rückrunde ein. Am 4. März soll es mit dem Nachholspiel des FC Bennigsen beim Koldinger SV II weitergehen, eine Woche später folgt der Rest der Liga. Was hat sich beim Springer Trio getan, was haben die Trainer sich für die restliche Saison vorgenommen? Ein Überblick:

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Beim TSV Gestorf hat Christopher Bürst den Kader verlassen, um sein Glück beim FC Eldagsen zu versuchen. Neu im Team ist Christian Rienecker, der unter Trainer Peter Baron schon in der Gestorfer Jugend spielte, zuletzt aber einige Jahre pausierte. „Richtig weg war er nie, ab und zu hat er mittrainiert“, so Baron, der sich vorige Woche mit TSV-Fußballchef Sebastian Hohloch auf eine Zusammenarbeit auch in der kommenden Saison einigte.

Schmerzlich vermisst wird wohl für den Rest der Saison Kevin Krzikalla, der einen Kreuzbandriss und einen Knorpelschaden auskuriert. Seine Routine fehlt in der Abwehr, „da wünsche ich mir manchmal mehr Stabilität“, sagt Baron. Dabei stellt seine Elf mit 23 Gegentreffern die zweitbeste Defensive der 1. Kreisklasse. Hin und wieder machte sich in der Hinrunde die fehlende Erfahrung allerdings bemerkbar, etwa beim 5:5 gegen Altenhagen.

Am kommenden Donnerstag bittet Baron zum ersten Training der Wintervorbereitung, die für ihn wichtiger ist, als die im Sommer. „Wir haben fast drei Monate nichts gemacht, das merkte man auch in den Hallenturnieren“. Dort habe teilweise die Kraft gefehlt. Zuletzt beim Turnier des FC Bennigsen störte Baron auch die Einstellung seines Teams: „Das war Larifari, in der Rückrunde ist sie hoffentlich besser.“ Nur zwei Zähler Rückstand haben die Gestorfer auf Spitzenreiter Wilkenburg, der allerdings ein Spiel weniger absolviert hat. Der Aufstieg ist noch drin für den TSV, ist aber – zumindest in dieser Saison – nicht Barons erklärtes Ziel.

Ebenfalls noch oben dabei ist der SV Altenhagen als Dritter. „Es gibt gar nichts zu meckern“, sagt Trainer Christian Hitzschke, der mit seiner Elf am nächsten Sonntag in die Vorbereitung startet. Bei 18 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze wird nach unten nichts mehr anbrennen. Nach oben geht wohl auch nichts mehr, glaubt Hitzschke: „Wilkenburg ist zu weit weg“, sagt er, „wir wollen eine gute Rückrunde spielen, wenn wir unter die ersten sechs kommen, ist es für uns ein guter Erfolg.“ Personell bleibt es eng: Für die verletzten Christopher Jung und Timo Sohns ist die Saison beendet, Kevin Scherer ist nach seinem Innenbandanriss bald wieder dabei. Martin Ansorge hat den SVA verlassen, dafür kehrt Moritz Engelhardt aus Eldagsen zurück. „Das hilft uns weiter“, so Hitzschke. Ab März ist zudem A-Junior Julien Griebsch spielberechtigt.

Zufrieden mit dem bisher Erreichten ist auch Stefan Laue, der Coach des FC Bennigsen. Nach gutem Start – nach dem vierten Spieltag waren die Bennigser sogar Spitzenreiter – ist seine Elf mittlerweile auf Rang 9 zurückgefallen. „Die Umstände waren teilweise recht unglücklich“, sagt Laue, „wir hatten viele Verletzte.“ Agwan Gevorgjan etwa, der Toptorjäger der letzten Jahre, konnte bis auf wenige Kurzeinsätze nicht spielen. Er ist in der Rückrunde wieder dabei, wie auch Dominik Harting, der nach eineinhalb Jahren aus Weetzen zurückkehrt. Beide sollen für mehr Torgefahr sorgen, denn daran „mangelte es ganz deutlich“, so Laue. Die Abwehr ist dafür die drittbeste der Liga, obwohl Bennigsen gegen Wilkenburg fünf und gegen Rethen sechs Gegentore kassierte. „So etwas sollte nicht wieder passieren“, so Laue, der sich mehr Konstanz wünscht: „Wir wollen nicht noch in Schwierigkeiten geraten.“ Sein zweiter Wunsch: „Dass wir nicht wieder ständig Anleihen bei der Zweiten machen müssen.“ Am kommenden Donnerstag steigen die Bennigser in die Vorbereitung ein.

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