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Kurzes, aber erfolgreiches Comeback von Kerkmann

BAD MÜNDER. Fast zehn Jahre lang hatte David Kerkmann keinen Boxkampf bestritten. Sein Comeback dauerte nur knapp vier Minuten. In der Mitte der zweiten Runde brach der Ringrichter den Kampf von Kerkmann gegen Christian Geschle wegen Kampfunfähigkeit von Geschle ab – Sieg für Kerkmann durch technischen K.o.

David Kerkmann (r.) landet einen Treffer gegen den Kopf von Christian Geschle. Foto: Kruppe
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Der mündersche Physiotherapeut Kerkmann (34) und der vier Jahre ältere Fitnesscoach Geschle bestritten bei der Hamelner Boxgala einen Showkampf, der von Promoter Michael Rohrdrommel als Städtekampf zwischen Bad Münder und Hameln tituliert worden war. Weil es an dem Abend auch um einige Profititel ging, war die Rattenfängerhalle gut gefüllt. „Das waren wohl so 2000 Leute“, sagte Kerkmann, „da hatte ich schon ein bisschen Druck.“

Der hemmte ihn scheinbar in den ersten Minuten des Kampfes. Kerkmann hing anfangs gegen den fünf Kilo schwereren Geschle viel in den Seilen, kassierte einige Schläge. „Er hat schon einen harten Punch“, sagte Kerkmann – Geschle traf aber nur Körper und Deckung und erzielte keine große Wirkung, sodass Kerkmann ohne Blessuren aus dem Ring stieg: „Ich bin unversehrt“, sagte er.

Kerkmann fand immer besser in den Kampf und landete mit seiner rechten Führhand immer mehr Treffer gegen Geschles linke Seite. Als der Hamelner zu taumeln begann, brach der Ringrichter den Kampf ab. „Schade, ich hätte gerne weitergemacht“, sagte Kerkmann. Geschle sah es genauso: „Ich fand es unfair, den Kampf abzubrechen, er hatte keine wirklichen Treffer, aber es war ein schöner Kampf und hat Spaß gemacht.“

Der entscheidende Moment: Der Ringrichter bricht den Kampf ab. Foto: Kruppe

Kerkmann bietet Revanche
an, Geschle lehnt ab

Das Angebot von Kerkmann für einen Rückkampf lehnte Geschle allerdings ab. Er habe sich von den Veranstaltern der Gala im Vorfeld alleine gelassen gefühlt. „So wie es im letzten halben Jahr gelaufen ist, denke ich nicht, dass ich eine Revanche haben möchte“, sagte der Hamelner.

Kerkmann hatte sich in den vergangenen sechs Monaten beim münderschen Kety-Boxteam um Redzo Dedeic, das die Gala in Hameln mitveranstaltet hatte, auf den Kampf vorbereitet. Er will im Training bleiben: „Ein paar Amateurkämpfe wären nicht schlecht“, sagte Kerkmann.



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