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Keine Titelverteidigung im Jubiläumsjahr

Springe. Der NDZ-Cup, das Hallenfußballturnier des FC Springe, steigt im kommenden Jahr zum 20. Mal. Erstmals ohne den FC Eldagsen und damit ohne den Titelverteidiger. Der Sieger der vergangenen fünf Auflagen des Turniers hat Organisator Ralf Käß bereits jetzt mitgeteilt, im kommenden Jahr nicht antreten zu wollen. „Sowohl in der Presse als auch vor Ort wurde bemängelt, dass unsere Zuschauer für ,hoch kochende Emotionen‘ mitverantwortlich sind. Wir wollen weder durch unsere eigene, noch die Anwesenheit unserer Zuschauer den reibungslosen Ablauf des NDZ-Cups gefährden“, heißt es als Begründung in einer E-Mail des FCE-Mannschaftsrats an Käß, die der NDZ vorliegt.

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Das ist allerdings nur einer der Gründe für die Eldagsener Absage. Vor allem die Härte gegen sie selbst in der Finalrunde habe ihnen den Spaß am NDZ-Cup genommen, sagt Vize-Kapitän Christian Marx: „Wir haben uns als Mannschaft in keinem anderen Jahr so wenig über den Turniersieg gefreut, sondern waren einfach froh, ohne Verletzungen nach Hause fahren zu können.“ Er und seine Teamkollegen seien nicht nur gefoult, sondern außerhalb des Platzes teilweise bedroht und bespuckt worden, berichtet er. „Nach fünf Siegen in Folge beim NDZ-Cup scheint die Motivation der weiteren Teilnehmer so hoch zu sein, dass es in Übermotivation umschlägt“, so Marx.

Besonders das Verhalten der Spieler des SV Gehrden, TuS Harenberg, HSC Hannover und der TuSpo Bad Münder heben die Eldagsener hervor, und weisen darauf hin, dass diese Teams „seit Jahren unter den letzten vier Teams der Fairnesstabelle ihrer jeweiligen Liga“ stünden.

Das trifft zur Halbserie dieser Saison sogar zu. Käß wehrt sich allerdings gegen den Vorwurf, „Tretertruppen“ einzuladen. „Gehrden ist in den letzten Jahren bei uns immer angenehm und sportlich aufgetreten. Harenberg haben wir im Punktspiel bei uns als faire Mannschaft kennengelernt“, sagt er und wundert sich: „Die Gehrdener waren ja auch zum Eldagsener Turnier eingeladen. Und als sie abgesagt hatten, wurde stattdessen die TuSpo eingeladen.“

Bis zu einem gewissen Grad könne er die FCE-Entscheidung sogar nachvollziehen, sagt Käß: „Dass alle gegen Eldagsen gewinnen wollen, ist klar. Es gehören aber immer zwei dazu.“ Er spielt darauf an, dass die vom FCE genannten Vereine „außer gegen Eldagsen in keinem Spiel negativ aufgefallen“ seien. „Wir sind mit Sicherheit keine Kinder von Traurigkeit“, sagt Marx, der aber darauf verweist, dass „nicht eine Zeitstrafe im gesamten Turnierverlauf gegen uns ausgesprochen wurde. Der Großteil der Mannschaften in der Finalrunde hat mindestens zwei bekommen.“

Die Aggressivität beim Fußball sei deutlich gestiegen, sagt Marx, das sei zumindest die Wahrnehmung innerhalb des FCE-Teams. „Aber man kann sich ja nicht immer nur aufregen“, so Marx. Dass die Eldagsener nun die Konsequenzen gezogen hätten, wollen sie auch als Denkanstoß verstanden wissen. „Ob allerdings einer seine Spielweise ändert, nur weil wir nicht kommen, weiß ich nicht.“

Käß bedauert es, dass der Titelverteidiger im Jubiläumsjahr nicht dabei ist. „Den 20. NDZ-Cup wird es aber auch ohne die Eldagsener geben. Und wenn sie es sich anders überlegen, werden wir ihnen eine Teilnahme ermöglichen.“ Danach sieht es allerdings nicht aus.

Das Eldagsener Turnier um den Berggarten-Cup wird nach heutigem Stand übrigens mit Springer Beteiligung stattfinden. Der FCE habe keine Absicht, den Lokalrivalen nicht einzuladen, so Marx. Und Käß sagt: „Wenn wir eingeladen werden, nehmen wir auch teil.“



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