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Keine internationalen Spiele für Bisons Pokalsiegerinnen

ELDAGSEN. Als Pokalsieger und Vizemeister haben die Rollhockey-Damen des SC Bison Calenberg in der vergangenen Saison bewiesen, dass sie eines der beiden besten Teams der Republik sind. Diese Tatsache hätte schon reichen müssen, um vom Verband für die Champions League nominiert zu werden. Doch daraus wurde nichts.

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Dennis Scharf Redakteur zur Autorenseite
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Die Bisons hätten allerdings ohnehin auf internationale Begegnungen verzichtet. „Der Kostenaufwand für die Auswärtsfahrten wäre für uns zu hoch gewesen. Außerdem hätten die Qualifikationsspiele donnerstags ausgetragen werden sollen. Aber der Verband hat bestimmt, dass unsere Damen nicht mitmachen dürfen“, sagt Trainer Milan Brandt.

Zwar wären die zu bestreitenden Qualifikationsspiele für die Königsklasse unter der Woche schon aus terminlichen Gründen zu einem Problem geworden, dennoch wären die Bisons zumindest gern gefragt worden. „Der Verband hat diese Entscheidung im Alleingang getroffen. Aber das sind wir mittlerweile gewohnt“, berichtet Brandt. Schon in der Vergangenheit musste man den Eindruck gewinnen, dass die Rollhockey-Hochburgen in Nordrhein-Westfalen mehr Anerkennung genießen als die Bison-Damen, die geografisch allein auf weiter Flur sind.

In einer Mitteilung betonte der Vorstand der DRIV-Sportkommission Rollhockey, dass sich die Vergabe der internationalen Startplätze auf das sportliche Abschneiden in der Vorsaison stützt. Allerdings bestehe auch die Möglichkeit, Startplätze unter besonderen Umständen zu verweigern. Vereine aus der Damen-Bundesliga, die sich gegen eine Dreifach-Runde in der kommenden Saison und die Angleichung an den Spielmodus der Herren ausgesprochen hatten, gehen nun leer aus. „Wer sich aus zeitlichen Gründen gegen fünf weitere Termine in der Bundesliga ausspricht, die flexibel verlegt werden könnten, wird auch nicht an vier oder gar sechs weiteren Terminen in der Champions League spielen können, für die es keine terminliche Flexibilität gibt“, begründete Thomas Ullrich, Vorsitzender der Sportkommission Rollhockey.

Deshalb versagt die Sportkommission den Vizemeisterinnen vom SC Bison und dem TuS Düsseldorf-Nord einen Startplatz in der Qualifikation zur Königsklasse „Gegenüber unseren Pokalsiegerinnen ist es eine Frechheit, da sie das Ziel sportlich erreicht haben. Das war keine gute Aktion. Aber da stehen wir drüber“, betont Brandt.

Die beiden internationalen Startplätze gehen an den Deutschen Meister RSC Cronenberg und die RESG Walsum, die in der Vorsaison nach der Vorrunde abgeschlagen am Tabellenende stand. Die IGR Remscheid hatte auf ihr Startrecht verzichtet.

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