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Für die Frauen des SC Völksen und des TSV Nettelrede hat die Hallen-Runde geringe Priorität

Kein Druck, aber die Zwischenrunde muss sein

Fußball (jab). Unter freiem Himmel scheint für die beiden Frauen-Topteams des Altkreises bislang die Sonne. Sowohl Landesligist SC Völksen als auch Bezirksligist TSV Nettelrede überwintern in ihren Staffeln als Tabellenführer. Ab Mitte März werden sie auf dem Rasen wieder gejagt. Vorher spielen sie um den Hallen-Bezirkstitel: Am Sonntag starten beide bei der Vorrunde in der Bennigser Süllberghalle.

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Titelverteidiger Völksen trifft ab 14 Uhr auf Landesliga-Schlusslicht TSV Deinsen sowie die Bezirsligisten FC Boffzen, DJK BW Hildesheim und SC Wedemark. SCV-Trainer Cenap Korkmaz hat in diesem Jahr kein Ziel ausgegeben für die Hallenrunde – die Zwischenrunde nicht zu erreichen, ist allerdings fast unmöglich. Vier Teams pro Sechsergruppe kommen weiter. Weil Bezirksligist MTV Lauenstein seine Mannschaft in der Winterpause abgemeldet hat, sind in Völksens Gruppe nur fünf Teams am Start.

Korkmaz verzichtet auf Torhüterin Franziska Kubitza, für die Anna Korf zwischen den Pfosten stehen wird, und Jessica Kußler. Bei beiden ist ihm die Verletzungsgefahr zu groß. Die Routiniers Katharine Morcinek, Daniela Korkmaz und Julia Dürre sowie Winterzugang Louisa Rollwage von Zweitligist Mellendorf verzichten freiwillig auf die Halle. Dem Rest hat Korkmaz nur eine Vorgabe mit auf den Weg gegeben: „Sie sollen so gut wie möglich Fußball spielen. Wenn es zum Erfolg führt – okay. Aber wir haben keinen Druck.“

Den haben die Völksenerinnen dafür in der Landesliga. Der Aufstieg in die Oberliga ist das erklärte Ziel, der SCV ist als Spitzenreiter mit zwei Punkten Vorsprung auf einem guten Weg. Zufrieden ist Korkmaz vor allem mit der „mannschaftlichen Geschlossenheit und der fußballerischen Entwicklung. Wir haben es zum Beispiel schnell geschafft, auf die Viererkette umzustellen.“ Drei Niederlagen hat Völksen kassiert – nur eine davon hat Korkmaz richtig aufgeregt: die gegen Abstiegskandidat FFC Hannover: „Das war Arbeitsverweigerung.“

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  • In Völksens Gruppe scheidet nur ein Team aus – die Chance, dass es Saskia Tietz (l.) und ihre Mitspielerinnen erwischt, geht gegen Null. Fotos: jab

Der TSV Nettelrede tritt am Sonntag in der Vormittagsgruppe an. Die hat es in sich: SC Diedersen, TSV Havelse II und Eintracht Hameln aus der Landesliga sind dabei. Bezirksliga-Titelkonkurrent Inter Holzhausen sowie der FC Ambergau-Volkersheim. „Da sind ein paar Kracher dabei“, sagt TSV-Coach Werner Schwekendiek, „aber ich möchte weiterkommen.“ Auch ihm ist die Serie draußen wichtiger, „aber den Mädels macht die Halle richtig Spaß. Die sind heiß geworden nach dem Sieg in Stadthagen“. Vor Weihnachten hatte der TSV das Schaumburger Frauenmasters gewonnen. Seit zwei Wochen trainieren die Nettelrederinnen in der Halle, auch Sabrina Muth ist wieder dabei, die seit einem Tritt, den sie im Spiel gegen Holzhausen abbekommen hatte, verletzt war.

Ansonsten tut sich nichts im TSV-Kader. „Wir haben keinen großen Bedarf“, sagt Schwekendiek, der gerade dabei ist, die Trainerlizenz zu erwerben. Er ist mit der Hinrunde hoch zufrieden. „Mein oberstes Ziel war es, die Mannschaft konditionell voranzubringen. Das ist gelungen“, sagt er. „Spielerisch haben wir uns auch verbessert.“ Der Titel sei aber nicht das erklärte Ziel, „weil ich weiß, wie launisch meine Mannschaft auf dem Platz sein kann“, so Schwekendiek. „Aber wenn wir es schaffen, dann wollen wir auch aufsteigen, in der Landesliga sind die Fahrten auch nicht viel weiter.“

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