weather-image

Katastrophen-Halbzeit kostet den Titel

Springe. Den direkten Aufstieg in die 2. Liga können die Handballfreunde Springe wohl auch in dieser Saison abhaken. Nach dem 22:23 (7:13) im Spitzenspiel gegen dem Wilhelmshavener HV haben die Springer nun schon sechs Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter und den direkten Vergleich klar verloren. Dass die Wilhelmshavener in den letzten 13 Spielen noch sieben Punkte abgeben – und Springe keinen –, erscheint nach dem bisherigen Saisonverlauf nahezu unmöglich.

270_008_7664082_spo_hf8.jpg

Die Springer verloren das für sie entscheidende Spiel vor mehr als 800 Zuschauern in der ausverkauften Halle des Schulzentrums Süd in der ersten Halbzeit. Nach zwölf Minuten nahm HF-Coach Sven Lakenmacher beim Stand von 1:5 die erste Auszeit. Bis dahin hatte seine Mannschaft dreimal den Pfosten getroffen, einen Siebenmeter verworfen und war mit harmlosen Würfen am starken WHV-Keeper Adam Weiner gescheitert, der von den mehr als 100 lautstarken Gästefans schon früh gefeiert wurde.

Auch nach dem Timeout brachten die Springer keine Sicherheit in ihr Angriffsspiel. Immer wieder zogen sie in die Mitte, wo gegen die bärenstarke WHV-Abwehr kaum ein Durchkommen war. Oft kamen die Springer allerdings gar nicht so weit, weil sie durch technische Fehler oder Offensivfouls den Ball verloren. Die Gäste kamen so zu einfachen Toren – die gute Abwehrarbeit und die starke Leistung von HF-Keeper Ariel Panzer nützte so nichts. Bezeichnend: Den ersten Wurf von Außen gab Maximilian Kolditz erst in der 29. Minute ab.

Es wurde nach der Pause zunächst nicht viel besser: Die Springer erarbeiteten sich die Bälle in der Abwehr, gaben sie im Angriff aber leichtfertig wieder her. Wilhelmshaven zog sogar auf 16:8 davon (37.). Zehn Minuten vor Schluss führten die Gäste noch mit 21:15. „Hier regiert der WHV“, skandierten die Wilhelmshavener Fans.

In der Schlussphase wurden sie allerdings immer ruhiger. Denn die Springer wollten sich nicht in das Debakel ergeben. Lukas Ossenkopp mit zwei Treffern, Kolditz mit einem sowie Panzer mit einer Siebenmeterparade gegen Lukas Kalafut machten aus einem 17:22 ein 20:22 (58.). WHV-Trainer Christian Köhrmann nahm sein drittes Timeout. 14 Spieler waren in der Phase kaum einmal auf dem Feld, weil die Schiedsrichter jetzt immer öfter Zeitstrafen verhängten. So auch kurz nach der Auszeit gegen Springer Jannis Fauteck. Wenige Sekunden später traf René Drechsler durch Panzers Beine zum 20:23. Kolditz per Siebenmeter und Pietak mit seinem ersten Torwurf 30 Sekunden vor Schluss verkürzten auf 22:23. Wilhelmshavens letzter Angriff wurde wegen Zeitspiels sogar noch abgepfiffen – für Springe reichte die Zeit aber nicht mehr zum Ausgleich.

HF Springe: Panzer, Wendland – Kolditz (8/4), Ossenkopp (6), Coors (3), Bosy (2), Fauteck (1), Pietak (1), Kastening (1), Karpstein, Deutsch, Schüttemeyer (n. e.), Eichenberger (n. e.), Gorpishin (n. e.).



Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt